Anheuser-Busch (AB) Inbev lässt den Börsengang des Asiensgeschäfts vorerst platzen

Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev – mit Wurzeln in der flämischen Uni-Stadt Leuven (Löwen) -  bricht den für kommenden Montag geplanten Börsengang seines Asien-Geschäfts vorerst ab. In einer am Freitagabend veröffentlichten Mitteilung verwies der belgische-brasilianische-amerikanische Konzern auf mehrere Faktoren, unter anderem die herrschenden Marktbedingungen. In New York sackte der Aktienkurs von AB Inbev in einer ersten Reaktion um viereinhalb Prozent ab.

Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass der Börsengang nur auf eine maue Nachfrage treffe. Die beteiligten Banken hätten Schwierigkeiten, innerhalb der angestrebten Preisspanne von 40 bis 47 Hongkong Dollar je Aktie ausreichend Interessenten zu finden. AB Inbev denke nun darüber nach, den Börsengang zu verschieben und die Konditionen anzupassen.

Anfang Mai hatte der Produzent von Bieren wie Stella Artois,  Budweiser und Beck's bestätigt, dass er eventuell einen Minderheitsanteil an dem Asien-Geschäft per Börsengang in Hongkong verkaufen werde. Der Schritt hätte AB Inbev dabei helfen können, die Schulden zu reduzieren und Übernahmen in der Region Asien-Pazifik anzugehen. Seit dem Kauf des Rivalen SABMiller für mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr 2016 ist der Schuldenstand des Konzerns stark gestiegen. (Quelle: dpa/AFX)

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