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Von der Leyen: Brüssel ist ein bisschen wie nach Hause kommen

Nach ihrer Wahl als neue EU-Kommissionspräsidentin am Dienstag in Strassburg konnte VRT-Europajournalist Rob Heirbaut Ursula von der Leyen auf ihre Brüsseler Wurzeln ansprechen. Er fragte sie auch nach der künftigen Zusammenarbeit mit dem ehemaligen belgischen Premierminister Charles Michel, der neuer EU-Präsident wurde.

Die Nachfolgerin von Jean-Claude Juncker hat ihre 13 ersten Lebensjahre in Brüssel verbracht. Sie wurde am 8. Oktober 1958 in der Gemeinde Elsene/Ixelles geboren und besuchte später die Europäische Schule. Ihr Vater, der CDU-Politiker und spätere Ministerpräsident Niedersachsens, Ernst Albrecht, war in Brüssel bei der Montanunion beschäftigt, einem Vorläufer der Europäischen Union.

„Sie kommen wieder nach Belgien zurück. Wie fühlt sich das an?“

-      „Stimmt, es fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen. Ich bin tatsächlich hier geboren, an der Ecole européenne  zur Schule gegangen  und habe 13 Jahre hier gelebt. Ja, es ist wie nach Hause kommen. Ich wollte schon immer für die EU arbeiten und endlich habe ich es geschafft.“

„Sie haben damals in Tervuren gewohnt (Anm. d. Red.: in Flandern, südöstlich von Brüssel). Sprechen Sie auch etwas Flämisch?“

-      „Ja, denn als Kinder haben wir auch mit flämischen Kindern gespielt. Aber das meiste habe ich vergessen.“

„Sie werden auch mit Charles Michel zusammenarbeiten, dem Vorsitzenden des EU-Rats. Wie wird sich diese Zusammenarbeit gestalten? Wer ist der Boss? Wer gibt die Richtung an?

-      „Wir sind auf gleicher Augenhöhe und das ist sehr gut. Wir haben uns bereits getroffen und das war sehr gut. Er ist sehr konstruktiv, sehr dynamisch und wir hatten ein gutes Gespräch. Das gefällt mir.“

„Sind Sie erleichtert, dass es vorbei ist?“

„Ja, das bin ich wirklich.“

Ansicht von Tervuren