Was Sie über Europa, aber auch über Biersorten in Belgien auf dem Nationalfeiertag erfahren können

Beim belgischen Nationalfeiertag an diesem Sonntag wird auch Europa wieder mit einem Stand vertreten sein. Besucher können am 21. Juli auf dem Königsplatz in Brüssel Europa und Belgien besser kennenlernen.

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien, das Büro des Europäischen Parlaments hierzulande und die Kanzlei des Premierministers sind gemeinsam am Nationalfeiertag mit dem Stand BEL-Europa vertreten. Der Nationalfeiertag sei auch eine Gelegenheit, Belgien als Teil der Europäischen Union zu feiern, heißt es in einer Pressemitteilung der Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien. Es soll vor allem der Mehrwert der Europäischen Union für die belgische Wirtschaft hervorgehoben werden.

„Symbolisch ist der BEL-EUROPA-Stand ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und der Kanzlei des Premierministers. Er soll zeigen, wie Belgien und die Europäische Union sich gegenseitig stärken. Belgien als ein Gründungsland war schon immer der Motor der europäischen Integration, und die Europäische Union trägt zur Entwicklung Belgiens bei, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht“, so Charlotte Gugenheim, die Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien, gegenüber unserer Redaktion.

Der 21. Juli sei natürlich auch eine Gelegenheit, einen Moment der Freude zu teilen und zu zeigen, dass die Menschen, die für die Institutionen arbeiten, Leute sind, mit denen man sich austauschen und die gute Laune teilen könne. „Unser Ziel ist es wirklich, Menschen zu treffen, wo immer sie sind, um ihnen die sehr starke Verbindung zwischen Belgien und der Europäischen Union zu zeigen.“

Vom Quiz über Musik bis hin zum Panorama-Selfie

Wie jedes Jahr bietet der Stand der EU-Institutionen auch in diesem Jahr wieder ein breites Animationsprogramm an. So können Sie bei BEL-Europa Belgien durch eine interaktive virtuelle Animation entdecken oder dabei mithelfen, gemeinsam mit einem Künstler ein kollektives Werk auf eine Wand zum Thema belgisches Kulturerbe zu malen. Bei einem Quiz über das Europaparlament kann man jede Menge Preise gewinnen, und für Musik ist auch gesorgt. Über eine Vielzahl von Musikaufführungen (u.a. Hip-Hop, Rock, Funk) wird der europäische musikalische Reichtum vorgestellt.

Und wer schon immer mal ein Panorama-Selfie mit Blick über ganz Brüssel machen wollte, sollte sich ebenfalls an den Stand BEL-Europa wenden.

Einen Überblick über das gesamte Programm finden Sie hier!

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Belgien und die Europäische Union: „Psychologische Grenze“

Belgien ist nicht irgendein Mitgliedstaat der Europäischen Union, denn Belgien und insbesondere Brüssel beherbergt zahlreiche EU-Institutionen und in Belgien sind die wichtigsten Interessengruppen, die zur Funktionsweise der Europäischen Union beitragen (europäische Verbände, Nichtregierungsorganisationen, große internationale Unternehmen, Regionalbüros, Journalisten usw.), ansässig. Die europäischen Institutionen in Brüssel sorgen für etwa 100.000 bis 120.000 Arbeitnehmer, die am täglichen Leben in der Stadt teilnehmen und für 5 Milliarden Euro an Wertschöpfung.

„Neben den wirtschaftlichen Vorteilen hat die Schaffung der europäischen Institutionen in Brüssel auch dazu beigetragen, die Stadt zu einem Synonym für Vielfalt und Multikulturalität zu machen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Vertretung der Europäischen Kommission in Belgien.

„Belgische Bürger sind sicherlich mehr Europäer als in anderen europäischen Ländern. Aber seltsamerweise wissen die Belgier nicht viel mehr über die Europäische Union als andere EU-Bürger“, erklärt Charlotte Gugenheim.

"Laut der jüngsten Eurobarometer-Umfrage (veröffentlicht im November 2018) geben 34% der Befragten in Belgien an, dass sie nicht verstünden, wie die EU funktioniert (EU-Durchschnitt 28: 39%) und 64% fühlen sich bei diesem Thema schlecht informiert (das ist mehr als der europäische Durchschnitt von 56%!),“ betont Gugenheim.

„Selbst in Brüssel sehen wir trotz der Präsenz der europäischen Institutionen, dass eine psychologische Grenze vorhanden ist. Europa wird mit etwas sehr Fernem assoziiert, obwohl sich die Institutionen im Herzen der Stadt befinden und viele Aktivitäten (und Arbeitsplätze) mit der Präsenz der Institutionen verbunden sind und obwohl viele Projekte aus europäischen Mitteln kofinanziert werden. Nur wenige Belgier sind sich dessen bewusst.“

Die EU bringt Belgien extrem viele Vorteile

„Wussten Sie, dass Belgien einer der Hauptbegünstigten der EU-Forschungsförderung ist? Belgische Projekte, die ein breites Themenspektrum abdecken - von der Entdeckung von Exoplaneten bis hin zu neuen 3D-Drucktechnologien - wurden von der EU mit mehr als 4 Millionen Euro gefördert“, heißt es bei der Vertretung der Kommission in Belgien. Außerdem profitiere Belgien von der Finanzierung der Agrar- und Regionalpolitik. Dadurch werde die ländliche Wirtschaft angeregt, Arbeitsplätze geschaffen und die Volkswirtschaft könne sich besser entwickeln.

„EU-finanzierte Bildungsprogramme wie Erasmus+ haben es 21.364 Menschen ermöglicht, an 405 belgischen Projekten teilzunehmen. Mit einem Gesamtförderbetrag von 31 Mio. EUR konnten die Teilnehmer 2016 von der Mobilität in der Hochschul-, Berufs-, Erwachsenen- und Jugendbildung profitieren.“

Das, so heißt es noch, sei nur ein kleiner Einblick in die Informationen, die den Besucher am 21. Juli am Stand "BEL-Europa" (Koningsplein in Brüssel) erwarte.

Und was habe Charlotte Gugenheim selbst noch am Europa-Stand gelernt?

„Ich wusste, dass Bier zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, aber ich wusste nicht, dass es in Belgien so viele Biersorten gibt: 2500!“

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