AB InBev stößt sein Australien-Geschäft ab

Der belgisch-brasilianische Brauereigigant AB InBev verkauft sein Australien-Geschäft für umgerechnet rund 10 Mia. € an die japanische Asahi-Gruppe. Asahi erhält in diesem Zusammenhang auch die Rechte, die AB InBev-Markenprodukte in Australien zu vertreiben. Die Anteilseigner von AB InBev nehmen diese Entwicklung offenbar positiv auf, denn die Kurse des Bier- und Getränkekonzerns mit Stammsite in Löwen (Flämisch-Brabant) steigen.

Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass die wohl weltgrößte Brauereigruppe AB InBev seine Australien-Aktivitäten für 11,3 Mia. US-Dollar (etwa 10,06 Mia. €) an die japanische Asahi-Gruppe veräußert. Der Asahi-Brauereikonzern sichert sich damit auch die Vertriebsrechte für alle AB InBev-Marken in Down Under.

Der Deal soll im ersten Quartal 2020 abgerundet sein, wie AB InBev letzten Freitag mitteilte. Der belgisch-brasilianische Bier- und Getränkegigant will die kompletten Einnahmen durch den Verkauf von Carlton & United Breweries dazu nutzen, seinen hohen Schuldenberg (rund 87 Mia. €) abzubauen. Vor drei Jahren hatte die Gruppe SAB Miller übernommen, was eine enorme Finanzlast mit sich brachte. Dies hatte u.a. zu einer Halbierung der Dividenden geführt.

Laut AB InBev-Vorstandschef Carlos Brito bleibt das Asien-Pazifik-Geschäft für seine Gruppe weiterhin wichtig, denn dort liege ein enormes Potential am Markt vor. Trotzdem wurde ein Börsengang dieses Geschäftsteils der Löwener an der Börse von Hongkong kürzlich kurzfristig abgesagt. Der Verkauf des Australien-Geschäfts bzw. von Carlton & United Breweries bringt AB InBev allerdings eine Erholung, denn der erzielte Preis dafür liegt höher als erwartet, was wiederum die Aktionäre erfreut. 

Belga