Häuserpreise sind innerhalb eines Jahres um 10.000 Euro gestiegen: Wieviel kostet ein Haus in Ihrem Viertel inzwischen?

Innerhalb eines Jahres sind belgische Häuser um durchschnittlich 3,7 Prozent, also rund 10.000 Euro, teurer geworden. Das zeigt das aktuelle Barometer der Notare. Ein durchschnittliches Haus in Belgien kostet heute 260.145 Euro, aber in Flandern dürfen Sie ruhig noch etwas dazurechnen. Wir haben die Preise für Sie zusammengestellt.

260.145 Euro haben Sie im zweiten Quartal 2019 für ein durchschnittliches Haus in Belgien bezahlt, 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist ein starker Anstieg und hat mit einer weiteren bemerkenswerten Zahl aus den Statistiken der Notare zu tun: Nie zuvor verzeichneten nämlich Notare mehr Transaktionen als im letzten Quartal. Die Zahl der Transaktionen stieg innerhalb eines Jahres um 7,5 Prozent.

"Die Nachfrage nach Immobilien ist sehr hoch", sagt Bart Van Opstal vom Verband für Notare. "Auf der einen Seite wollen die Menschen die sehr niedrigen Zinssätze für Hypothekendarlehen. Auf der anderen Seite sind die Anleger auch aktiver, weil sie nach mehr Rendite suchen, als sie auf ihrem Sparkonto erzielen."

Flämisch-Brabant ist die teuerste Gemeinde in Flandern

Die durchschnittlichen Häuserpreise unterscheiden sich natürlich stark von Region zu Region und von Provinz zu Provinz. In Flandern zahlen Sie heute durchschnittlich 281.954 Euro, in Wallonien viel weniger: 194.531 Euro. In Brüssel kostet ein Haus durchschnittlich gar 469.597 Euro.

Die teuerste flämische Provinz ist Flämisch-Brabant. Der Durchschnittspreis für ein Haus liegt hier 41.000 Euro über dem flämischen Durchschnitt. Limburg und Westflandern sind auch heute noch die billigsten flämischen Provinzen für Wohnhäuser.

Preis für Wohnungen in die Höhe geschnellt

Auch für Wohnungen bezahlen Sie im Vergleich zu ein paar Jahren zuvor inzwischen 10.000 Euro mehr, geht aus den Zahlen des Notarverbandes hervor. Ein belgisches Appartement kostet derzeit im Durchschnitt 229.820 Euro, 4,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Brüssel ist die teuerste Region für Wohnungen

In Brüssel kostet ein Appartement im Durchschnitt 249.071 Euro. In Flandern liegt der Preis bei 231.386 Euro, in Wallonien bei knapp 175.000 Euro.

Von allen flämischen Provinzen stiegen die Preise für Wohnungen am schnellsten in Westflandern (+5,3%), was natürlich hauptsächlich auf die Immobilienpreise an der Küste zurückzuführen ist. Erstmals liegt der Durchschnittspreis für eine Wohnung in der Küstenprovinz über 260.000 Euro.

In Limburg ist eine Wohnung am günstigsten - im Durchschnitt zahlen Sie weniger als 200.000 Euro - und der Preis ist kaum gestiegen.

Wachsam bleiben

Betrachtet man die Preissteigerung von Häusern und Wohnungen über einen Zeitraum von 5 Jahren, so liegt diese für beide bei etwa 13 Prozent. "Doch natürlich muss man auch die Inflation in diesem Zeitraum berücksichtigen, die etwa 8 Prozent betrug", sagt Van Opstal. "Das bedeutet, dass die Immobilienpreise tatsächlich um rund 5 Prozent gestiegen sind. Das ist 1 Prozent pro Jahr, insgesamt eine angemessene Zahl."

Doch  die Notare schauen wachsam auf das letzte Quartal. In dem war nämlich die Zahl der Transaktionen sehr hoch. Das bedeutet zusätzlichen Druck auf dem Immobilienmarkt. Und das spiegelt sich in den Preisen wieder. Den Markt gut beobachten und schauen, ob sich der Trend fortsetzt, lautet deshalb die Devise.