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Erstes Tomorrowland-Wochenende: 24 Drogendealer festgenommen

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft gab am Mittwoch bekannt, dass schon am ersten Wochenende des Dancemusik-Festivals Tomorrowland 24 Drogendealer festgenommen worden sind. Zudem wurden mehr als 200 Festivalbesucher mit kleineren Mengen Drogen erwischt, so die Staatsanwaltschaft. Am kommenden Wochenende startet Tomorrowland noch einmal durch.

Neben den 24 Dealern, die die Polizei am ersten Wochenende bei Tomorrowland festnehmen konnte, wurden 231 Festivalbesucher mit kleineren Mengen Drogen erwischt. Gegen sie wurde ein Bußgeld (75 € für weiche Drogen und 150 € für harte Drogen) verhängt und sie mussten unmittelbar danach das Veranstaltungsgelände verlassen.

Schon am ersten Tomorrowland-Wochenende war ein Besucher aus Indien gestorben. Mutmaßlich ist dieser Sterbefall auf Drogenkonsum zurückzuführen. 

Die belgische Bundespolizei kontrolliert dieses weltweit bekannte Dance-Festival schon seit Jahren auf Drogenhandel und Drogenkonsum und wird dies auch am kommenden zweiten Tomorrowland-Wochenende wieder tun. Dabei gilt eine „Null-Toleranz“-Herangehensweise, auch wenn ein solches Event mit vielen zehntausend Besuchern niemals wirklich drogenfrei sein kann und wird.

Was der Staatsanwaltschaft auch in diesem Jahr aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass bei Tomorrowland so gut wie nie Cannabis oder andere zu rauchende Drogen entdeckt werden. Fast immer handelt es sich um synthetische und chemische Drogen, wie XTC oder MDMA, also um Drogen, die aufputschen.

Letztes Jahr wurden insgesamt 63 Dealer ertappt und jetzt bereits 24. Von Entspannung kann also keine Rede sein. Diese Dealer waren bei weitem nicht nur Belgier, denn die Polizei nahm auch 10 Niederländer, 6 Briten, 3 Italiener, 2 Amerikaner und einen Spanier in diesem Zusammenhang fest.

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