Archivfoto: Lorin Parys Nicolas Maeterlinck

Endlich: Am Sonntag treffen sich mehrere Parteien zu Beratungen über eine neue belgische Regierung

Am morgigen Sonntag werden sich mehrere politische Parteien treffen, um über die Bildung einer neuen belgischen Regierung zu beraten. Dies wurde vom N-VA-Vizepräsidenten Lorin Parys im VRT-Radio an diesem Samstagmorgen bestätigt. Die Initiative zur Konsultation hatten die Informatoren Didier Reynders (MR) und Johan Vande Lanotte (SP.A).

Kurz bevor die beiden Informatoren Johan Vande Lanotte (SP.A.) und Didier Reynders (MR) am Montag zum König gehen, um zu berichten, setzen sich die Parteivorsitzenden der französischsprachigen Sozialdemokraten PS, der flämischen Regionalisten N-VA und auch noch einige andere Parteien  gemeinsam an einen Tisch.

Dies wird auch von dem N-VA-Vizepräsidenten Lorin Parys bestätigt. Doch noch ist nicht ganz klar, welche Parteien am Sonntag nun wirklich eingeladen werden und welche kommen. "Wir haben in den letzten Wochen gelernt, dass sich die Dinge jede Stunde ändern können. Besonders die PS ist gut darin", so Parys.

Dass die PS und N-VA keine politischen Freunde sind, ist kein Geheimnis, betonte Parys weiter. "Doch es kommt immer ein Zeitpunkt, an dem man reden muss. Für uns war dieser Moment am Tag nach den Wahlen. Wir haben der PS sowohl formal, durch die Informatoren, als auch informell und direkt ein Gesprächsangebot gemacht. Jetzt sind zwei Monate vergangen und dieses Gespräch hat immer noch nicht stattgefunden."

So war für vergangenen Donnerstag beispielsweise ein geplantes Treffen zwischen PS und N-VA kurz zuvor wieder von der PS abgesagt worden.

Wer wird nun mit wem sprechen?

Es ist nicht ganz klar, welche Parteien außer der PS und der N-VA noch am Tisch sitzen werden. Die flämischen Christdemokraten CD&V, die Liberalen beider Sprachgemeinschaften Open VLD und MR hätten jedenfalls zugesagt. Parys sagte, dass er bezüglich der Antwort der Grünen immer noch im Dunkeln tappe.

Auch über den Inhalt der Sitzung am morgigen Sonntag ist noch nicht viel bekannt. "Alles kann für uns besprochen werden", betonte Parys, der sich unter anderem auf die Notiz zur Präformation von Reynders und Vande Lanotte bezieht. Ob die Forderung des Konföderalismus von der N-VA auf den Tisch gelegt wird, bleibt unklar.