Welche Tiere und Pflanzen stehen auf der verbotenen, schwarzen Liste hierzulande?

13 Pflanzen und 4 Tiere dürfen nicht mehr nach Europa importiert werden, da sie eine Bedrohung für die Biodiversität hierzulande darstellen können. Sie stehen auf der Liste der verbotenen fremden Arten. In Flandern gibt es hauptsächlich Probleme mit dem Gemeinen Sonnenbarsch, der andere Fische bedroht und dem Götterbaum, der andere Pflanzen schnell überwuchert. 

„Der chinesische Götterbaum wurde zum Beispiel ursprünglich hier als Zierpflanze angepflanzt. Das Problem ist aber, dass er sich sehr schnell ausbreitet und bevor Sie gucken können, haben Sie einen Wald aus Götterbäumen", erklärt der Fachmann für fremde Arten, Bram D'Hondt, von der Umweltagentur ‘Agentschap Natuur & Bos’.

Ursprünglich ist der Götterbaum in China und im nördlichen Vietnam beheimatet. Er gehört zur invasiven Art und „verdrängt“ andere Bäume. Er soll deshalb von nun ab von belgischem Boden ferngehalten werden. Insbesondere in Großstädten sieht man den Baum häufig, u.a. in Brüsseler Stadtgärtchen. Es ist aber gar nicht so einfach, diesen Baum wieder los zu werden.

Man könne ihn absägen, so Bram D'Hondt. Doch das sei viel Arbeit, weil sich immer wieder neue Sprossen zeigten. Die 'Schwarze Liste', das heißt die Verbotsliste, umfasst neben 13 Pflanzen auch 4 Tiere.

Der asiatische Singvogel Hirtenmaina darf beispielsweise künftig nicht mehr importiert, gezüchtet oder verkauft werden. Auch neuseeländische Plattwürmer und der Gestreifte Korallenwels stehen auf der Schwarzen Liste. Hierzulande sorgt vor allem der Gemeine Sonnenbarsch aus Amerika für Probleme.

„Der Gemeine Sonnenbarsch war für Aquarien und Teiche als Zierfisch gedacht. Er ist aber entwischt und kommt jetzt auch in den Gewässern in Flandern vor. Dort frisst er Insekten, Kaulquappen und andere kleine Fische und das ist nicht gut", erklärt D’Hondt auch noch.

Mit der Verbotsliste sollen vor allem langfristige Probleme vermieden werden. Wer heute noch einen Sonnenbarsch besitzt oder einen Götterbaum im Garten stehen hat, muss diese nicht gleich ausrotten.

„Wenn Sie solche Fische im Aquarium haben, lassen Sie sie einfach dort“, so Marie-Laure Vanwanseele von der Umweltagentur ‘Agentschap Natuur & Bos‘. „Falls Sie sie leid sind, dann aber bitte nicht irgendwo aussetzen, sondern warten, bis sie sterben! Und was den Baum betrifft: Passen Sie einfach auf, dass er sich nicht so stark ausbreitet und plötzlich zum Wald wird. Doch ein einzelner Baum ist nicht so schlimm.“