Behörden blockieren Hühnerhof wegen verseuchten Bioeiern

Die belgische Lebensmittelagentur FAVV hat einen Biobauernhof in Dilsen in der flämischen Provinz Limburg blockiert, nach dem in Eiern dieses Hofs erhöhte Dioxin- und PCB-Werte festgestellt wurden. Laut FAVV handelt es sich dabei lediglich um eine leichte Überschreitung der Normen, doch aus Vorsichtsgründen bleibt der Hof so lange blockiert, bis der Ursprung der Verseuchung festgestellt werden kann.

Der betroffene Biohof in Dilsen hat rund 8.200 Hühner im Bestand, die täglich etwa 7.000 Eier legen. Der Hof liefert seine Eier exklusiv an das Vertriebs- und Verpackungsunternehmen E.K.E. in Herk-de-Stad ebenfalls in Limburg. E.K.E. („Eierhandel Kumpen Erik“) arbeitet mit rund 20 Lieferanten. Die Lieferungen des betroffenen Hofes in Dilsen macht zwischen 5 und 7 % der Vertriebsmenge aus. Bisher seien die Produkte des Hofes in Dilsen einwandfrei gewesen, hieß es dazu bei „Eierhandel Kumpen Erik“und bei der FAVV. Man müsse jetzt gründlich suchen, um die Herkunft von Dioxinen bzw. PCB-ähnlichen Dioxinen aufdecken zu können.

E.K.E. hatte die Kontaminierung, 20 bis 30 % über der Norm, festgestellt und unmittelbar der FAVV und dem Biohof selbst gemeldet. Bei der FAVV hieß es dazu, dass die Kontaminierung keine Gefahr für die Gesundheit von Menschen darstelle. Die Behörde gab an, dass 2018 99,9 % aller Eierlieferungen keine Probleme mit Verunreinigung hatten. Überdies seien seit 2013 lediglich drei Fälle von Dioxin- bzw. PCB-Kontaminierung in Belgiens selbst aufgetaucht.

Das Vertriebsunternehmen beliefert u.a. Supermärkte und Warenhäuser der Ketten Delhaize, Carrefour, Cora, Match und Intermarché sowie einige Lebensmittel-Großhändler. Einige der betroffenen Lieferungen sind auch nach Luxemburg gelangt, wo die obengenannten belgischen Warenhausketten ebenfalls aktiv sind. Die Eier der betroffenen Lieferung sind mit dem Stempel OBE7050 versehen. Etwa 100.000 Eier sollen betroffen sein, wie Medien in Belgien und in Luxemburg dazu melden.