Limburg: Große Teile der Apfel- und Birnenernte in der Sonne verbrannt

Die limburgische Stadt Sint-Truiden im Herzen des flämischen Obstanbaugebiet fordert, dass die Hitze im vergangenen Monat Juli als Naturkatastrophe anerkannt wird. Damit könnte der Ernteausfall bei Äpfeln und Birnen teilweise aus dem flämischen Katastrophenfonds kompensiert werden. Vor allem bei den Äpfeln sind in der Umgebung von Sint-Truiden viele Bestände regenrecht in der Sonne verbrannt.

Der Schadensausschuss des Verbandes der flämischen Obstbauern hat bei einer Kontrolle bei 20 betroffenen Unternehmen in den vergangenen Tagen festgestellt, dass alleine in der Umgebung von Sint-Truiden 60 bis 90 % des Apfelbestandes verbrannt sind. Bei den Birnen hält sich der Schaden noch in Grenzen. Hier haben 30 bis 40 % der Baumbestände Hitzeschäden erlitten.

Hilde Vautmans (Open VLD), Sint-Truidens Stadtverordnete für Landwirtschaft, sagte dazu gegenüber dem VRT-Regionalsender Radio 2 Limburg: „Die Obstbauern sagen, dass dies ein Todesstoß ist. Die Experten und auch ich sind vom Ausmaß des Schadens überrascht. Wir dachten, dass nur die Äpfel und die Birnen an der Außenseite und der Spitze der Bäume betroffen sind, doch es sind viel mehr Früchte betroffen.“

Die Stadt Sint-Truiden wird jetzt beim flämischen Katastrophenfonds einen Antrag auf Kompensation einreichen, wie Hilde Vautmans angibt: „Ich rufe die umliegenden Gemeinden dazu auf, jetzt auch eine Bestandsaufnahme zu machen. Damit können wir mit einem starken Dossier beim Minister anklopfen.“