Rauchfreie Stände an der belgischen Nordseeküste sind ein Erfolg

Seit diesem Jahr läuft in einigen Städten und Gemeinden an der belgischen Nordseeküste ein Versuch mit rauchfreien Stränden. Daran beteiligen sich in einer ersten Phase De Panne (Foto), Ostende, Bredene und Zeebrügge. Die Sommerferien sind gerade halb rum - Zeit für eine erste Bilanz.  

Die rauchfreien Standabschnitte in den oben genannten Ortschaften stoßen im Allgemeinen auf Zustimmung. Das hat auch damit zu tun, dass nicht die Polizei die Rauchverbote überprüft und bei Verstößen Strafzettel ausschreibt, sondern dass hier Strandstewards unterwegs sind, die Raucher freundlich darum bitten, das Rauchen einzustellen. Das Projekt ist also nicht repressiv aufgestellt, sondern wird höflich gehandhabt.

Der Verband der Küstenbürgermeister zeigte sich in der Halbzeit der Sommerferien zufrieden darüber, dass so viele Raucher nachsichtig sind und dass sich so viel Badegäste über die rauchfreien Strandabschnitte freuen. Und auch die Strandstewards freuen sich darüber, dass die Betroffenen fast immer nachsichtig sind.

Steve Vandenberghe (SP.A), der Bürgermeister von Bredene, sprach neben dem sozialen und gesundheitlichen Aspekt in diesem Zusammenhang auch das Umweltproblem an, dass durch Raucher entstehen kann: “An Spitzentagen mit einer halben Million Tagesgästen am Strand kann schon mal die gleiche Zahl an Zigarettenkippen im Sand landen.“

Das Beachteam von Ostende beobachtet nicht nur die Einhaltung des Rausverbots am speziell dafür angezeichneten Bereich am Strand, sondern die Stewards sammeln auch die Kippen, die sie im Sand finden, ein. Diese werden recycelt und zu Taschenaschenbechern verarbeitet, die danach wiederum an die rauchenden Badegäste verteilt werden - allerdings nur da, wo das Rauchen am Strand weiterhin erlaubt ist.