Foto: Andreas Kockartz

Brexit? Zwei weitere Londoner Finanzdienstleister ziehen nach Brüssel um

Zwei britische Geldtransfer-Dienstleister aus London gehen angesichts eines drohenden Brexit ohne Deal mit der EU in die Flucht nach vorne und verlassen den dortigen Finanzdistrikt in Richtung belgische Hauptstadt Brüssel, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd und die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ melden.

Die neue britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson scheint einen „No-Deal-Brexit“ vorzubereiten, was nicht wenige Unternehmen aus der Finanzbrache in London dazu bewegt, diesen Standort zu verlassen. Sie ziehen es vor, teilweise oder auch ganz von dort wegzuziehen, da Großbritannien nach dem Brexit zu einem wirtschaftlichen und juristischen Unsicherheitsfaktor werden könnte.

Jetzt wurde bekannt, dass die beiden Geldtransfer-Dienstleister Worldremit und Prepay Solutions London den Rücken kehren und nach Brüssel umziehen bzw. hier ein Büro eröffnen. Unlängst hatte die Belgische Nationalbank (BNB) diesen beiden Finanzdienstleistern die Genehmigung erteilt, hier aktiv werden zu können.

Damit scheint die belgische Hauptstadt zu einer Art Hub für britische Dienstleister im Bereich Geldtransfer zu werden. 2017 hatten Moneygram und eBury in Brüssel eine Niederlassung eröffnet und im vergangenen Jahr kam auch Transferwise schon hinzu, wie De Tijd und BRUZZ melden.