Tierschutzorganisation GAIA fordert ein Verbot für Käfighaltung

Die belgische Tierschutzorganisation GAIA fordert in diesen Tagen einmal mehr ein Verbot für Käfighaltung in Europa. Um gegen diese Art von Tierquälerei in der Tierhaltung und der Tierzucht zu protestieren, kann GAIA auf die Unterstützung von prominenten Zeitgenossen zählen. Mehrere bekannte Persönlichkeiten ließen sich in aller Öffentlichkeit in Käfige einsperren.

Die streitbare belgische Tierschutzorganisation GAIA (Global Action in the Interest of Animals vzw) will mit ihrer Sommeraktion „Stoppt die Käfige“ Unterschriften gegen die Käfighaltung sammeln. GAIA-Präsident Michel Vandenbosch will 1,3 Mio. Unterschriften alleine in Belgien zusammenbekommen. Seiner Ansicht nach verbringen bis zu 300 Millionen Tiere in ganz Europa ihr Leben mehr oder weniger in Käfigen, in denen sie kaum Bewegungsfreiheit haben: „Sie sind auf eine Fleisch- oder Brotmaschine reduziert und leben ein Leben ohne Würde. Sie haben kaum Platz, um sich zu bewegen und können ihr natürliches Verhalten nicht entwickeln.“

Um GAIA zu unterstützen, lassen sich Prominente in verschiedenen Stadtzentren mitten in Einkaufsstraßen in Käfige einsperren. Darunter sind auch der flämische Schriftsteller Herman Brusselmans (Foto oben), der sich diese Woche in Gent einsperren ließ und der frankophone Goldsprinter und Leichtathlet Kevin Borlée, der diese Aktion in der Brüsseler Einkaufsmeile Nieuwstraat/rue Neuve eindrucksvoll mitmachte. Die Aktion läuft in den kommenden Tagen auch in anderen belgischen Städten weiter. Die bis zum 11. September zusammenkommenden Unterschriften gegen die Käfighaltung werden anschließend der EU-Kommission überreicht.