Größter natürlicher See Flanderns wird leergepumpt: Wasserqualität schlecht für Tiere und Pflanzen

Der Vinne-See in Zoutleeuw, Provinz Flämische-Brabant, wird leergepumpt. Der Boden des größten natürlichen Binnensees Flanderns muss saniert werden,  weil die Qualität des Wassers Pflanzen und Tiere gefährdet. Danach wird der See wieder gefüllt. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Leerpumpen des Sees sollte schon nach der Brutzeit des Wasservögel beginnen, aber weil die Bedingungen nicht stimmten, wurde das Projekt kurzzeitig verschoben. Jetzt sind die Sanierungsarbeiten aber in vollem Gange.

„Wir konnten sogar die Fische anderweitig unterbringen", betont Projektverantwortliche Ann Schevenels: "Wenn das Wasser niedrig genug steht, werden alle Algen, Pflanzen und anderes organisches Material entfernt, danach wird der See auf natürliche Weise wieder mit Wasser gefüllt. Wir haben Vereinbarungen mit verschiedenen Fischereiverbänden, um den vielen Fischen eine vorübergehende Unterkunft zu bieten." 

Der Vinne-See ist etwa 100 Hektar groß und das gesamte Naturschutzgebiet 130 Hektar groß. Es beherbergt sehr viele Brut- und Zugvögel. Die Domäne befindet sich seit 1974 im Besitz der Provinz Flämisch-Brabant. Seit 2005 ist der See vollständig gefüllt und man kann auf Bretterpfaden über und entlang des Wassers spazieren. Bis zum Frühjahr 2020 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.