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"Code Gelb": Sturmwarnung - Notrufnummer 1722 freigeschaltet

Auf Veranlassung des Innenministerium ist die Notrufnummer 1722 aktiviert worden. Die Nummer soll für Einsätze der Feuerwehr angewählt werden, die nicht dringend sind, wie z.B. Sturmschäden ohne Personenbeteiligung. Noch bis Samstagabend um Mitternacht gilt in Belgien eine allgemeine Sturmwarnung, denn die Wetterämter melden Wind- und Sturmböen von zwischen 70 und 80 km/h. 

Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) warnt vor Gewittern und heftigen Sturmböen. Für das ganze Land wurde „Code Gelb“ ausgerufen. Durch die Notrufnummer 1722 für nicht dringende Fälle soll die Notrufnummer 112 möglichst frei bleiben und für dringende medizinische Einsätze wie z.B. bei Vorfällen mit Schwerverletzten oder für Sturmschäden mit lebensgefährlich Verletzten. Die 112 kann auch angewählt werden, wenn z.B. akute Gefahr durch herabhängende Stromleitungen herrscht.

In der gesamten Region Brüssel-Hauptstadt sind bis auf Weiteres alle Parkanlagen und Wälder gesperrt. Diese werden erst nach Sturmentwarnung bzw. nach behördlicher Kontrolle und eventuell geräumten Schäden wieder geöffnet. Mehrere Events, die an diesem Wochenende im ganzen Land stattfinden, wie z.B. mehrere Stadtfeste und Musikfestivals, haben sich auf eventuelle Stürme und Unwetter vorbereitet und sehen Möglichkeiten vor, ihr Publikum zu evakuieren und unter Dach unterzubringen.

Die Wetterbehörden melden wechselhaftes Wetter mit Sonne und Wolken und mit etwas frischeren Temperaturen um 22°C. Auch in der kommenden Woche steigen die Temperaturen in Belgien kaum höher als auf 20 bis 22°C. Ab Mittwoch könnte auch vereinzelt Niederschlag hinzukommen. Von einer Hitzewelle ist derzeit keine Rede mehr, wie VRT-Wettermann Frank Deboosere meint: „In den kommenden 10 Tagen ist keine tropische Hitze in Sicht.“