Mehr als 1.000 flämische Schulen beantragen Zuschüsse, um Asbest zu entfernen

Über 1.000 Schulen im belgischen Bundesland Flandern haben einen Antrag auf Zuschüsse gestellt, mit denen Asbest aus den Schulbauten entfernt werden sollen. Dies teilte Flanderns scheidende Bildungsministerin Hilde Crevits (CD&V) mit. Alle Anträge wurden von den Landesbehörden angenommen.

Seit Juli 2018 kann jede Schule in Flandern einen Antrag bei der Flämischen Abfallbehörde (OVAM) stellen, damit eventuell verbautes Asbest rasch und sicher aus den Schulgebäuden entfernt werden kann. Etwas mehr als ein Jahr später haben bereits mehr als 1.000 Schulen auf diese Möglichkeit zurückgegriffen.

Inzwischen, wie aus den entsprechenden Dokumenten ersichtlich ist, sind 250 Schulen schon so weit, Kostenvoranschläge zu beantragen oder Ausschreibungen zur effektiven Entfernung von Asbest zu lancieren.

Daneben hat das flämische Landesamt für Schul-Infrastruktur (AGION) im vergangenen Schuljahr (2018-2019) bereits 750.000 € für die Teilrenovierung von Unterrichtsgebäuden, aus denen umfangreich Asbest entfernt werden musste, freigemacht. Dies betraf bisher 36 Schulen, bei denen zumeist asbesthaltige Dächer abgebaut werden mussten.

Die flämische Landesregierung will bis spätestens 2040 ganz Flandern von Asbest befreien. Das Bildungswesen ist mit seiner Infrastruktur dabei ein prioritär zu behandelnder Bereich. Während OVAM das Entfernen von Asbest finanziell fördert, steht AGION hier für die danach entstehenden Neukonstruktionen gerade.