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Rad-EM in Alkmaar: Yves Lampaert auf den letzten Metern geschlagen

Der belgische Radprofi Yves Lampaert ist bei der Radsport-Europameisterschaft im niederländischen Alkmaar knapp Zweiter geworden. Im Schlussspurt gegen seinen Quick-Stem-Kollegen Elia Viviani musste er klein beigeben. Dritter wurde der Deutsche Pascal Ackermann.

Das Rennen begann mit einer Schweigeminute für den bei der Polenrundfahrt vor einer Woche tödlich verunglückten jungen belgischen Radprofi Bjorg Lambrecht, bei dem die belgische Mannschaft vorne aufgestellt war (Foto unten).

Sofort nach dem Start brach das Peloton völlig auseinander und fünf Gruppen kämpften um den EM-Sieg. In der Spitzengruppe fuhren gleich vier Belgier mit. Im Zuge des Rennens, nach rund 63 Kilometern, nahm die italienische Mannschaft das Heft in die Hände. Auch die Belgier wurden davon überrascht. Nur Yves Lampaert schaffte es, dem Angriff Paroli zu bieten. Alle anderen hatten das Nachsehen.

Den Italienern folgen viele Angriffe von den Niederländern, denn die hatten sich gedacht, im eigenen Land den Europameister zu stellen. Die Gastgeber taten alles, um ihren Landsmann Dylan Groenewegen zu pushen, doch es sollte nicht reichen.

Dann, rund 26 Kilometer vor dem Ziel, verschnellten die Italiener noch einmal und Elia Viviani zog davon. Im Schlepptau hatte er Yves Lampaert und Pascal Ackermann.

Auf Papier hatte Lampaert als guter Zeitfahrer noch Reserven und die versuchte er zu nutzen. Seine beiden Mitstreiter schienen zu verblassen, doch der Antritt von Viviani auf den letzten Metern war so kraftvoll, dass der Belgier „nur“ Silber holte. Auch Ackermann durfte als Dritter noch mit aufs Treppchen.

Im belgischen Team fuhren neben Lampaert auch Jens Keukeleire, Tim Merlier, Lawrence Naesen, Jasper Philipsen, Laurens De Vreese, Edward Theuns und Otto Vergaerde mit. 

Schweigeminute für Bjorg Lambrecht 2019 Getty Images