Zwei Feuerwehrleute kommen bei einem Brand in Beringen ums Leben

In der Nacht zum Sonntag ist in einem leerstehenden Gebäude in der Koolmijnlaan in Beringen in der Provinz Limburg ein Brand ausgebrochen. Bei den Löscharbeiten verloren zwei Feuerwehrleute ihr Leben und vier weitere wurden verletzt. Am Sonntagmorgen war der Brand unter Kontrolle. Die Umstände des Dramas werden untersucht. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Dies soll bereits der dritte Brand sein, der in diesem leerstehenden Gebäude in Beringen in kurzer Zeit ausgebrochen ist. In dem Gebäude halten sich öfter wohl Hausbesetzer oder Obdachlose auf. Jetzt brach ein Feuer am frühen Sonntagmorgen gegen 2 Uhr in der Frühe aus. Rasch entwickelte sich offenbar eine dichte Rauchwolke und eine enorme Hitze. Aus einem zunächst als „gewöhnliches Feuer“ angesehenen Brand entstand aber in kürzester Zeit eine Katastrophe.

Das schon als gesichert geltende Feuer fachte sich erneut an und breitete sich schnell aus. „Leider konnten sich nicht alle Kollegen zeitig in Sicherheit bringen. Durch die Hitze und die Druckwelle stützte ein Teil des Gebäudes ein“, teilte die Feuerwehr der Zone Süd-West-Limburg mit. Feuerwehrtechnisch wird ein solches Phänomen "Flashover" genannt.

Zwei Feuerwehrleute kamen dabei ums Leben, vier weitere wurden verletzt. „Die drei Leichtverletzten wurden mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus von Heusden-Zolder gebracht und ein Kollege wurde mit schwereren Verletzungen in der Uniklinik von Löwen eingeliefert“, hieß es weiter dazu. Die drei Leichtverletzten konnten das Krankenhaus bereits wenig später wieder verlassen. 

Die Limburger Feuerwehr spricht von einem „schweren Schlag“ für die Wehren und für die Angehörigen und die Familien der Opfer. Sie bittet deshalb die Öffentlichkeit um Zurückhaltung. Beringens Bürgermeister Thomas Vints (CD&V) gab an, dass Polizei und Justiz Ermittlungen zur Brandursache und zur Entwicklung der Umstände im Zuge der Löscharbeiten aufgenommen haben. Vints gab weiter an, dass es derzeit keine Hinweise darauf gebe, dass sich in der Nacht jemand in dem unbewohnten Haus aufgehalten habe. 

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Hans Put