Tödlicher Brand in Beringen von menschlicher Hand verursacht?

Am Montag haben Fachleute von Polizei und Justiz den Brandort untersucht, an dem in der Nacht zum Sonntag zwei Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten ihr Leben verloren hatten. Ersten Ermittlungen zufolge kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass das Feuer möglicherweise bewusst oder unbewusst von Menschenhand verursacht worden ist.

Den Brandort in der ehemaligen limburgischen Bergbaustadt Beringen untersuchten am Montag nach letzten Nachlöscharbeiten die Spurensicherung, ein Brandexperte mit einem für das Aufspüren von Brandherden ausgebildeten Hund und Experten mit 3D-Scannern.

Aus den ersten Feststellungen wurde deutlich, dass keine Hinweise darauf gefunden wurden, dass der verheerende Brand nach einem technischen Problem entstanden ist, sondern eher von Menschenhand verursacht wurde, wie Pieter Strauven von der Staatsanwaltschaft Limburg gegenüber VRT NWS angab: „Welcher Art dieser menschliche Vorgang gewesen sein könnte, muss noch weiter untersucht werden.“

Alle Pisten seien offen, so Strauven: „Auch die einer möglichen absichtlichen Brandstiftung.“ Bei dem verheerenden Brand waren am frühen Sonntagmorgen zwei Feuerwehrleute der Feuerwehr von Heusden-Zolder ums Leben gekommen  - beides Familienväter - und vier weiter wurden dabei verletzt.

Einer dieser Verletzten wurde in die Brandwunden-Abteilung der Universitätsklinik Löwen (UZ Leuven) gebracht, doch er sei inzwischen außer Lebensgefahr, wie es dazu hieß. Die drei anderen wurden mit leichten Rauchvergiftungen in ein regionales Krankenhaus gebracht, konnten aber bereits im Laufe des Sonntags nach Hause gehen.

Dem Drama von Beringen wurde seitdem im ganzen Land gedacht. Überall fanden Schweigeminuten für die beiden ums Leben gekommenen Kameraden in den Kasernen von freiwilligen Feuerwehren und von Berufswehren statt (Fotos unten). 

VRT
HANS PUT