Ypern: Pflanzenmatten sollen die Wasserqualität in den alten Festungsgräben verbessern

Seit einigen Tagen treiben auf den historischen Festungsgräben rund um Ypern in Westflandern lange Matten, die mit Pflanzen versehen sind. Mit dieser Maßnahme, die im Vorfeld erfolgreich getestet wurde, soll die Wasserqualität angehoben werden. Das Motto? „Je mehr Pflanzen, je besser das Wasser“. Diese Vorgehensweise hilft auch gegen Blaualgen. 

Letztes Jahr hat das Umweltamt der westflämischen Stadt Ypern die Idee mit den Pflanzenmatten auf einer Länge von gerade einmal 10 Metern getestet und siehe da, dies hatte sich als erfolgreich erwiesen.

In diesen Tagen werden insgesamt 200 Meter dieser Pflanzenmatten in die Festungsgräben rund um die Stadt eingelassen, wie Umweltschöffe Valentijn Despeghel gegenüber dem VRT-Sender Radio 2 angab: „Je mehr Wasserpflanzen man im Wasser hat, je besser wird die Wasserqualität. Wir hoffen damit viel besser Biotope in den Festungsgräben zu bekommen, um damit z.B. mehr Libellen und mehr Fische zu haben.“

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Die Ufer dieser Grachten steigen schroff an und deshalb haben Uferpflanzen dort kaum die Möglichkeit, zu wachsen und in die Gräben hineinzureichen. Deshalb musste sich das Umweltamt Ypern etwas einfallen lassen, um die Wasserqualität zu verbessern. Dann stießen die Verantwortlichen auf solche treibenden Pflanzenmatten, die es den Pflanzen ermöglichen, Wurzeln zu schlagen.

Dabei sorgen sie im Wasser für mehr Sauerstoff und für ein besseres Überleben von Flora und Fauna unter dem Wasserspiegel der Festungsgrachten. Nicht zuletzt hilft dies auch gegen einen Blaualtenbefall. Blaualgen sorgen in den letzten Jahren überall in Belgien (uns darüber hinaus) für Probleme mit der Wasserqualität in Teichen, Seen und Flüssen.