Anuna De Wever mit dem Tode bedroht - Organisatoren Pukkelpop-Festival greifen ein

Die junge  flämische Klimaaktivistin Anuna De Wever und ihre Freundinnen wurden von mehreren Festivalbesuchern nach einer Klimaaktion auf einer Pukkelpop-Bühne belästigt und sogar mit dem Tod bedroht. Die jungen Frauen stehen in den kommenden Tagen unter verstärktem Personenschutz.

Klimaaktivistin De Wever absolvierte am Donnerstagabend einen Überraschungsauftritt beim Pukkelpop-Festival und wollte das Publikum für die „Clap for Climate“-Aktion motivieren, um mehr Aufmerksamkeit für das Klima zu fordern.

Anscheinend gefiel dieser Auftritt einigen Festivalbesuchern nicht, was diese mit lauten Buhrufen mitteilten. Die Aktivistin und ihre Freundinnen wurden danach von denselben Personen auf dem Campingplatz belästigt. Daraufhin griff die Festival-Security ein. 

Junge Männer drohten, sie zu töten, bewarfen  sie mit Flaschen voller Urin und zerstörten ihr Zelt. 

Die Tochter eines Journalisten des flämischen Nachrichtenmagazins „Knack“ begleitete  Anuna De Wever. "Ich hatte gerade meine Tochter am Telefon. Junge Männer drohten, sie zu töten, bewarfen  sie mit Flaschen voller Urin und zerstörten ihr Zelt. Sie genießen jetzt den Schutz des Sicherheitsdienstes", teilte der Journalist auf Twitter mit.

Die Festivalveranstalter lassen den Zwischenfall untersuchen. "Wenn weitere Schritte erforderlich sind, werden wir dies tun. Wir glauben, dass solche aggressive Aktionen auf dem Festival fehl am Platze sind", sagte ein Pukkelpop-Sprecher. "Der Sicherheitsdienst des Festival wird besonders wachsam sein."

Nationalistische flämische Flaggen vom Festivalgelände entfernt

Nach den Emotionen, die durch den Vorfall um die Klimaaktivistin Anuna De Wever ausgelöst wurden, sorgte auch die Präsenz flämisch-nationalistischer Fahnen auf den Campingplätzen des Festivals für eine Kontroverse.

Berichten zufolge wurde die junge Frau von jungen Leuten schikaniert, die die flämische Löwen-Fahne trugen. Der schwarze Löwe auf gelbem Hintergrund ist das flämische Wappen. Die Organisatoren des international sehr beliebten Limburger Festivals beschlossen daraufhin, die umstrittenen Fahnen entfernen zu lassen. Diese Entscheidung wurde sofort von Tom Van Grieken, dem Parteivorsitzenden der rechtsradikalen Partei Vlaams Belang, auf Twitter verurteilt.

Die Festivalveranstalter verteidigten sich daraufhin wie folgt: "Es wurde keine flämische Flagge entfernt, nur die Flaminganten-Flagge, das Symbol der Kollaboration mit dem deutschen Nazi-Regime während des Zweiten Weltkriegs. Die ist hier fehl am Platze“, reagierte der Pukkelpop-Sprecher .