Akuter Lehrermangel im katholischen Unterrichtswesen in Flandern

Anderthalb Wochen vor dem Beginn des neuen Schuljahres am 1. September suchen noch viele Schulen nach Lehrpersonal, um den Stundenplan füllen zu können. Ein großes Problem, dass der neue Unterrichtsminister in Flandern dringend in Angriff nehmen soll, wenn es nach Lieven Boeve geht, dem Oberhaupt der katholischen Schulen in Flandern: „Lehrermangel gefährdet die Qualität des Unterrichtswesens.“

Gut zehn Tage, bevor das neue Schuljahr beginnt, suchen manche Schulen noch nach Lehrkräften. „Spontane Bewerbungen gibt es kaum noch. Der Lehrermangel wird zu einem strukturellen Problem“, stellt Boeve fest.

Die Gründe sind vielseitig: Einerseits herrscht ein allgemeiner Arbeitskräftemangel auf dem Arbeitsmarkt. Personen mit einem Lehramtdiplom sind auch in anderen Sektoren beliebt. Daneben geht eine ganze Generation von Lehrern in Rente und wächst die Anzahl der Schüler ständig.

„Der Lehrermangel kommt nicht aus heiterem Himmel. Wir haben ihn kommen sehen. Dieses Problem sollte ganz oben auf der To-do-Liste des neuen flämischen Unterrichtsministers stehen. Lehrermangel stellt die größte Bedrohung für die Qualität des Unterrichtswesens in Flandern dar.

Lösungen sieht das Oberhaupt der katholischen Schulen in erster Linie im Unterrichtssystem selbst: Administrative Aufgaben sollten gesenkt und Lehrkräfte besser unterstützt werden, findet Boeve.