Ex-Postchef Johnny Thijs geht zum Energieunternehmen Electrabel

Der ehemalige Postchef Johnny Thijs (Foto) soll laut Medienberichten Vorstandsvorsitzender der belgischen Filiale Engie des französischen Energiegiganten Electrabel werden. Die belgischen Wirtschaftsblätter De Tijd und L’Echo meldeten dazu, dass Electrabel den Vorstand von Engie umgestaltet, um dem Tochterunternehmen wieder einen explizit belgischen Charakter zu verleihen.

Der französische Energiekonzern Engie ist gerade dabei, den Vorstand seiner belgischen Filiale Electrabel neu zusammenzustellen. Ziel des Ganzen ist, Electrabel wieder einen explizit belgischen Charakter zu verleihen, um damit besser auf die Herausforderungen der Zukunft und der politischen Empfindlichkeiten in Belgien eingehen zu können. 

Dazu gehören auch die Diskussionen um die Energiewende in unserem Land, weg von der Kernkraft. Die beiden belgischen Atomkraftwerke Doel bei  Antwerpen und Tihange bei Lüttich mit ihren insgesamt 7 (teilweise umstrittenen schadenanfälligen) Meilern werden von Engie-Electrabel betrieben.

Der Konzern hat die Anstellung von Johnny Thijs als Vorstandschef noch nicht bestätigt, doch die Redaktionen der Wirtschaftszeitungen De Tijd und L’Echo sind sich dessen sicher. Dort heißt es auch, dass der ehemalige McKinsey Belgium-Manager Etienne Denoël Vizevorsitzender von Engie werden soll.

Dazu meldet der Konzern in Paris zurückhaltend, dass Denoël und Thijs „der Gruppe als Berater zur Seite stehen“ und dass beide gemeinsam mit dem „lokalen Management eine tiefgreifende Reflektion über die Entwicklung der Aktivitäten in Belgien vornehmen.“