Sprinterin Olivia Borlée beendet ihre sportliche Karriere

Olivia Borlée (Foto) aus der äußerst erfolgreichen Läuferfamilie Borlée hat angekündigt, ihre sportliche Laufbahn zu beenden. Die Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Peking widmet sich in Zukunft nur noch ihrem Sportmodelabel, dass sie gemeinsam mit ihrer Sprinterpartnerin Élodie Ouédraogo gegründet hat.

Sie habe lange gezweifelt, ob sie den Schritt vom Sport ins Unternehmertum machen wollte, so die 33 Jahre alte Brüsselerin: „Spitzensport hat mein ganzes Leben dominiert und ich träumte eigentlich noch von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokyo. Doch mit unserem Label geht es gerade sehr schnell, also fühle ich, dass ich den Sprung wagen muss“, so wird Olivia Borlée von der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ zitiert.

Olivia Borlée war auch Teil der berühmten belgischen 4X100 Meter-Sprinterinnenstaffel (Foto unten). Gemeinsam mit Élodie Ouédraogo, Kim Gevaert und Hanna Mariën gewann sie 2008 Gold in Peking, doch ihre Medaillen bekam das Quartett erst 2016 ausgehändigt, nach dem die eigentlich siegreiche russische Staffel wegen Doping nachträglich disqualifiziert wurde. 2016 war Olivia Borlée die Fahnenträgerin der belgischen Mannschaft bei den Spielen von Rio.

Ebenfalls 2016 hatte die Sprinterin gemeinsam mit Élodie Ouédraogo das Sportmodelabel 42|54 gegründet. Jetzt wollen sich die beiden ehemaligen Spitzensportlerinnen und Aushängeschilder der belgischen Leichtathletik auf dieses Unternehmen fokussieren. Letztes Jahr wurde 42|54 mit einem Belgian Fashion Award ausgezeichnet.

Olivia Borlée ist die Schwester der belgischen Sprinterasse Dylan, Jonathan und Kevin Borlée. Trainer dieser sportlich erfolgreichen Geschwister ist deren Vater, der frühere belgische Leichtathlet Jacques Borlée. Der Erfolgscoach liegt allerdings wegen seiner eigensinnigen Handhabe im permanenten Clinch mit dem belgischen Leichtathletikverband…  

BELGA/BENOIT DOPPAGNE