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Eine neue Jesuitenschule in Anderlecht

Das Matteo Ricci Collège, eine neue französischsprachige allgemeinbildende Schule im Jesuitenkolleg-System des französischsprachigen Belgien, wurde am späten Montagmorgen vorgestellt. Die Schule wird kommenden Montag in Brüssel, 400 Meter vom Südbahnhof in Anderlecht entfernt, ihre Türen öffnen.

Ab diesem neuen Schuljahr begrüßt das Collège Matteo Ricci 250 Schüler der Sekundarstufe 1, 2 und 3, darunter 7 Klassen der Sekundarstufe 1, 3 der Stufe 3 und eine der Stufe 2. Das Lehrpersonal besteht aus 15 Lehrern und steht unter der Leitung von Anne L'Olivier, der ehemaligen Direktorin von Notre-Dame de la Sagesse. Die Schule wird schließlich eine Kapazität von 820 Schülern haben.

Das Matteo Ricci College befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Athenaeums Maïmonide und verfügt über eine Infrastruktur aus 5 großen Gebäuden, darunter eine Sporthalle und ein Theatersaal. Die Arbeiten wurden im Sommer durchgeführt.

Zusätzlich zu den pädagogischen und erzieherischen Aspekten sieht das Projekt eine Bürgerachse und Offenheit gegenüber der Nachbarschaft und darüber hinaus gegenüber der Welt vor, indem es ein Engagement für eine gerechtere und ökologisch verantwortungsvollere Welt fördert. Auch die menschlichen Werte stehen im Mittelpunkt. "Die spirituelle Achse ist das Bindeglied zwischen den anderen Achsen", erklärte Arlette Dister-Jacquemotte, Koordinatorin der Jesuitenkollegs im französischsprachigen Belgien und Delegierte für die Ausbildung des Jesuitenprovinzial-Paters François Boëdec. "Dieses Hochschulprojekt wird von Personen durchgeführt, die am Leben von Vereinigungen in Brüssel beteiligt sind, von ehemaligen Jesuitenstudenten und von der Gesellschaft Jesu im Dialog mit der Erzdiözese Mechelen-Brüssel", ergänzte Alain Deneef von der Organisation.

Genauer gesagt, zielt das Matteo Ricci Collège darauf ab, allen Schülern eine persönliche Unterstützung und Beratung anzubieten sowie auf die Organisation einer differenzierten ersten Stufe, den Unterricht in offenen Klassen, die Abfolge von zwei 45-minütigen Kursen in einem interdisziplinären Ansatz zu den Themen und auf eine besondere Aufmerksamkeit für unterschiedliche Stärken und Schüler mit besonderen Bedürfnissen.

Im französischsprachigen Belgien verfügt die Koordination der Jesuitenschulen über zehn Sekundarschulen sowie zehn Grundschulen und Kindergärten für insgesamt rund 13.500 eingeschriebene Schüler. Das weltweite Jesuiten-Netzwerk der Sekundarstufe I umfasst 813 Schulen (741.000 Schüler), von denen 162 in Europa sind (165.000 Schüler).