Kyra Gantois verlässt Kerngruppe Youth for Climate

Die Klima-Aktivistin Kyra Gantois verlässt die Kerngruppe Youth for Climate, die Klimabewegung, die Gantois zusammen mit Anuna De Wever gegründet hat. In einem langen Bericht auf Twitter spricht Gantois über die zunehmenden Spannungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen ihr und Anuna De Wever. "Ich bin es einfach leid, wie ein Stück Müll behandelt zu werden", heißt es unter anderem. Gantois will sich allerdings weiter für das Klima einsetzen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass zwischen Gantois und De Wever schon seit einiger Zeit Unstimmigkeiten herrschen. In einer ausführlichen Nachricht auf Twitter bestätigt Gantois nun die Spannungen und Streitigkeiten mit Anuna und betont, dass für sie nun das Maß voll sei.

"Was niemand gesehen hat, ist, dass ich fast alles hinter den Kulissen organisiert habe. Auch ich hatte etwas zu sagen, aber nie die Gelegenheit dazu bekommen", so Gantois. "Anuna und ich haben uns immer schlechter verstanden. Wir haben uns viel gestritten, auch weil wir beide unter großem Stress standen."

Gantois zufolge habe es nicht nur zunehmende Spannungen mit De Wever gegeben, sondern sie sei auch gebeten worden, nicht in den Medien aufzutreten. Sie sollte ihre Passwörter und Accounts abgeben und sei über nichts informiert worden, etc..... "Ich bin es einfach leid, wie ein Stück Dreck behandelt zu werden", schreibt Gantois.

Gantois betont auch noch, dass ihr Tweet kein "persönlicher Angriff" auf Anuna sei. Doch in ihrer Botschaft geht Gantois näher auf den gesamten Pukkelpop-Tumult ein und kommentiert Anunas Aussagen. "Anuna sagt, dass sie nichts wisse und die Nacht durchgeschlafen habe, aber sie konnte wohl sagen, dass es sich um 'junge Leute mit flämischer Flagge' gehandelt habe. Ich unterstütze keinerlei Partei, aber jeder, der an diesem Tag mein Twitter-Account gesehen hat, konnte lesen, dass ich mit der Tatsache, dass diese Fahnen entfernt wurden, nicht einverstanden war. (....) Dann kam die Frustration darüber hinzu, dass Anuna eine Beschwerde einreichte und die Staatsanwaltschaft sofort eine Untersuchung einleitete. Und die berechtigte Frage: 'eine Beschwerde gegen Bedrohungen einreichen, die man nicht gehört oder gesehen hat'?"

Gantois will sich auch weiterhin für das Klima einsetzen. "Ich habe YFC ins Leben gerufen, weil ich ein Ziel habe und dieses Ziel ist unabhängig von meiner Verbindung zu Anuna und dem Rest von YFC. Und ob ich nun in dieser Gruppe bin oder nicht, ich werde weiter machen, um meine Ziele in der Klimafrage zu erreichen, und Sie werden mich auch weiterhin auf den Märschen sehen“, so Gantois entschlossen.