Foto: Andreas Kockartz

MIVB/STIB und De Lijn: Anpassungen im Nahverkehr in Brüssel

Am kommenden Samstag nehmen die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB und die flämische Verkehrsgesellschaft De Lijn einige Anpassungen ihrer Angebote in der und für die belgische Hauptstadt vor. Diese Anpassungen sorgen für eine bessere Qualität der Angebote.

Die MIVB/STIB ist bereits seit Mitte 2018 damit beschäftigt, ihre Busfahrpläne anzupassen und zu verbessern. Den Anfang nahm dabei die neue Buslinie 33, die erste Linie, die vollständig mit elektrisch betriebenen Bussen befahren wird. Doch auch auf sieben weiteren Linien wird einiges erneuert. Die Linien 21, 45, 64, 65 und 80 bekommen neue Trajekte. Zudem wird die Linie 12 mit mehr Fahrten verstärkt und die Linie 46 wird verlängert. Genauere Informationen bietet die Webseite der MIVB/STIB dazu.

Brüssels regionale Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) sagte dazu, dass einige Gegenden in der Hauptstadt, die noch schlecht durch Busse und Bahnen bedient werden, eine bessere Anbindung per Bus bekommen: „Das ist u.a. der Fall in Haren. Daneben werden wir auf bestehenden Linien die Frequenz erhöhen. Größere Busse sollen für mehr Komfort während den Stoßzeiten sorgen. Denn sind die Busse sonst zu voll. Neue Buslinien sollen zudem unnötiges Umsteigen vermeiden.“ 

Mehr Angebot, mehr Platz in den Bussen

Wenn der neue Busplan der MIVB/STIB für Brüssel abgeschlossen wird, soll das Platzangebot um rund ein Drittel steigen. Im Zuge dessen wird sich die Zahl der von den Brüsseler Bussen zurückgelegten Kilometern um ein Fünftel erhöhen, so Van den Brandt: „Das ist sehr wichtig, wenn wir aus unserer Stadt eine lebenswertere Stadt für Radfahrer, Fußgänger und für den öffentlichen Nahverkehr machen wollen.

Die Bevölkerungszahl in Brüssel nimmt weiter zu und immer mehr Auswärtige gehen in der belgischen Hauptstadt ihrer Arbeit nach. Sowohl für alle Neubürger, als auch für die steigende Zahl der Pendler müsse das Angebot den neuen Gegebenheiten angepasst werden und mitziehen, so die Grünenpolitikerin: „Wir wollen denen, die sich in Brüssel bewegen müssen, eine Alternative bieten. Wir müssen dafür sorgen, dass der öffentliche Nahverkehr zugänglicher und attraktiver wird.“

De Lijn öffnet wieder einen Schalter am Nordbahnhof

Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn lässt unterdessen wissen, dass der Schalter, bzw. der De Lijn-Shop im CCN-Gebäude am Brüsseler Nordbahnhof wieder geöffnet wird. Dieser Fahrkarten- und Infoschalter für die Buslinien der Verkehrsgesellschaft, die die belgische Hauptstadt in Richtung Zentrum und Norden anfahren,  wird wieder an jedem Wochentag von 7 Uhr 30 bis 18 Uhr geöffnet haben, allerdings nur über einen bestimmten Eingang. Der Schalter wird nur über den Eingang am Bussteig 2 zu erreichen sein, wo die De Lijn-Buslinie 214 ihre Haltestelle hat.

Der Rest des CCN-Gebäudes bleibt verschlossen, bzw. mit einer Holzwand versperrt, um zu verhindern, dass sich dort illegale Einwanderer und Transmigranten häuslich niederlassen. De Lijn hatte den Schalter und zeitweise auch einige Bushaltestellen aufgegeben, weil der  Bereich als unsicher empfunden wurde und weil sich dort ein Hygiene- und Abfallproblem aufgetan hatte. Zusätzliche Sicherheitsleute sollen den De Lijn-Shop und die Bushaltestellen im Auge behalten.

Ein Bus von De Lijn der Linie 214 am Brüsseler Nordbahnhof