Belgiens Fußballverband will den Frauenfußball stärken

Der belgische Fußballverband KBVB wird zusätzlich zum vorhandenen Budget 3 Mio. € zusätzlich in den Frauenfußball investieren. Dies kündigte CEO Peter Bossaert im Rahmen des ersten belgischen „Women’s Football Summit“ in Brüssel an. Ziel ist, die Zahl der aktiven Fußballerinnen in unserem Land auf 80.000 zu verdoppeln.

In Belgien spielen derzeit rund 40.000 Mädchen und Frauen in Vereinen Fußball. So viele Fußballerinnen gab es hierzulande noch nie. Viele von ihnen wurden wohl von den Erfolgen der „Red Flames“ ermutigt, denn die belgische Frauenfußball-Nationalmannschaft ist in den letzten Jahren recht erfolgreich gewesen. Hinzu kommt noch, dass sich die Frauen des RSC Anderlecht gerade als erste belgische Damenmannschaft überhaupt für die Champions League qualifiziert haben.

Jetzt will der belgische Fußballverband KBVB den Frauenfußball weiter fördern und weiter promoten. Dazu wurde jetzt unter dem Motto „The World is at our Feet“ ein Aktionsplan vorgestellt. Katrien Jans, die Managerin für Frauenfußball beim KBVB sagte dazu nicht mehr und nicht weniger: „Momentan spielen etwa 40.000 Mädchen Fußball. Bis gegen 2024 müssen das 80.000 Mädchen werden.“

Momentan spielen etwa 40.000 Mädchen Fußball. Bis gegen 2024 müssen das 80.000 Mädchen werden.“

KBVB-Frauenfußball-Managerin Katrien Jans

KBVB-CEO Peter Bossaert erklärte am Dienstag in Brüssel den gesamten Hintergrund: „Immer mehr Mädchen interessieren sich für Fußball. Das ist nicht mehr der kleine Sport von früher. Das beweisen die Zuschauerzahlen und die kommerziellen Ergebnisse. Frauenfußball wächst und gedeiht! In Belgien haben wir Schritte nach vorne gemacht, denn in sechs Jahren haben sich die Zahlen der Fußballerinnen verdoppelt.“

Bossart erinnerte auch an die begeisternden Erfolge der Nationalmannschaft: „Immer mehr Leute gehen zu den Spielen der ‚Red Flames‘. Auch wenn es dem Frauenfußball derzeit gut geht ist es an der Zeit für einen nächsten Stromstoß. Das ist der Moment, in dem wir mit unseren Partnern Verantwortung übernehmen müssen. Wir müssen alle Möglichkeiten ergreifen, um uns weiterzuentwickeln. Der belgische Fußballbund macht dies zu einer Toppriorität!“ 

Immer mehr Mädchen interessieren sich für Fußball. Das ist nicht mehr der kleine Sport von früher.“

KBVB-CEO Peter Bossaert

Der belgische Fußballverband will 3 Mio. € zusätzlich in den Frauenfußball investieren. Dieses Geld fließt nicht nur in die weitere PR für den Profifußball bei den Frauen, sondern auch ins Projekt „Grassroots“, um weiteren Nachwuchs zu finden und zu fördern. Das Geld kommt von der ING Bank, der neue Sponsor für den Frauenfußball in Belgien. „Alle unsere Partner bieten zusätzliche Leistungen. Ein Teil der Mittel kommt auch aus dem Geld, dass die „Roten Teufel“ mit ihrem historischen 3. Platz bei der WM 2018 für den KBVB erwirtschaften konnten.

Der Verband will kreativ zu Werke gehen. Anfang 2020 beginnt ein Pilotprojekt, das gemeinsam mit dem Europäischen Fußballverband UEFA und dem Unterhaltungskonzern Disney gestaltet wird. Anhand von Figuren und Geschichten aus den Disney-Filmen werden besondere Trainingsmethoden entwickelt und vorgestellt, um junge Mädchen spielerisch dazu zu ermutigen, aktiv Fußball zu spielen. Und der KBVB will gemeinsam mit Schulen sogenannte „girls only“-Projekte in diesem Sinne ausarbeiten.