Nicolas Maeterlinck

Brügge will die wachsende Zahl an Tagestouristen bremsen

Die weltbekannte flämische Mittelalterstadt Brügge will den weiter zunehmenden Strom an Tagestouristen bremsen und in ihrem Sinne lenken. Dies sieht eine Zukunftsstrategie für die Jahre 2019 bis 2024 vor, die jetzt vorgestellt wurde. Brügge will die Priorität etwas mehr auf Übernachtungsgäste legen.

Im vergangenen Jahr besuchten etwa 8,3 Millionen Touristen die Stadt Brügge. In den kommenden Jahren wird diese Zahl mit Sicherheit noch zunehmen und die Stadtverwaltung gibt an, dass man sogar bereit dazu ist, noch mehr Besucher zu begrüßen. Brügges Bürgermeister Dirk De fauw (CD&V) bemerkte dazu: „Wir schätzen, dass wir bis 2030 bei 11 Millionen Touristen pro Jahr liegen werden.“

Doch die Stadt will versuchen, die Besucherströme zu lenken und zu beeinflussen. Dies soll unter anderem dadurch gelingen, in dem man konsequent auf Übernachtungstourismus setzt und darauf, dass die Qualität, die Brügge in jeder Hinsicht zu bieten hat, mehr Wertschätzung erfährt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man auf Besucher setzt, die auch dem Handel und dem Mittelstand in Brügge einen Mehrwert bietet. Schon vor einiger Zeit beschlossen die Brügger Bürgerväter, die Zahl der Souvenirshops und der Snackbars zu beschränken, beziehungsweise keine neuen Betriebsgenehmigungen für solche Einrichtungen mehr zu gewähren.