Antwerpen: Granatenexplosion im Stadtteil Borgerhout

In der vergangenen Nacht detonierte erneut eine Granate in Antwerpen. Diesmal geschah die Explosion in der Guldensporenstraat im Antwerpener Stadtteil Borgerhout. Dabei wurden mehrere Autos und die Fassaden von fünf Wohnhäusern beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Nach der Explosion rückte die Antwerpener Lokalpolizei an und auch der Kampfmittenräumdienst der belgischen Armee, DOVO. Schon kurz vor Sonnenaufgang behagen sich auch die Spurensicherung und Beamte der belgischen Bundespolizei an den Tatort, der weiträumig abgesperrt wurde (erste Videobilder unten).

Ein Ermittlungsrichter soll zunächst untersuchen, ob zwischen diesem Vorfall und gleich mehreren ähnlichen Vorkommnissen einen Zusammenhang vorliegt.

Vor einigen Jahren war in der gleichen Straße in Borgerhout schon einmal eine Granate explodiert. Seit etwa Januar 2018 häufen sich solche Vorgänge in und um Antwerpen. Die Granaten stammen in erster Linie laut ballistischen Untersuchungen aus Osteuropa bzw. aus dem Jugoslawienkrieg. Zumeist besteht hier eine Verbindung mit einem mutmaßlichen Drogenkrieg in der Hafenmetropole.

Um dieses lukrative Geschäft bemühen sich dort  mehrere Banden. Polizei und Justiz haben die größten Probleme, dieses Phänomen in den Griff zu bekommen. Bisher blieb es in den allermeisten Fällen glücklicherweise bei Sachschäden. Offenbar handelt es sich bei den Granatenexplosionen um Warnungen oder um die Einschüchterung von Beteiligten.

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