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Rauchwolken über Antwerpen: Unternehmen im Hafen mussten Gas "abfackeln"

Am Samstag und am Sonntag gingen bei der Feuerwehr von Antwerpen zahlreiche Notrufe ein. Der Grund waren enorme Rauchsäulen über dem Hafen und über dem dortigen Industriegelände. Doch die Feuerwehr konnte Entwarnung geben. Bei dem Rauch handelte es sich „lediglich“ um das Abfackeln von Gasen aus der petrochemischen Industrie. Diese Maßnahme ist entweder aus Sicherheitsgründen notwendig oder aber aufgrund von Reinigungsvorgängen. 

Am Samstagnachmittag hatte der Chemieriese BASF mit Standort Antwerpener Hafen eine Störung in einer Anlage festgestellt und meldete, dass es zum Abfackeln von Gas kommen werde. Dies war mit weit hörbarem Zischgeräusch verbunden, aber auch mit einer weithin sichtbaren Rauchwolke.

Am Sonntag kam es dann beim Chemieunternehmen Borealis in Beveren bei Antwerpen zu einem technischen Problem. Dort musste eine Produktionsanlage kurzzeitig stillgelegt werden. Dem jedoch ging ebenfalls ein Abfackeln von Gasen voraus.

Schädlich für Mensch und Umwelt sind diese Vorgänge eigentlich nicht, doch viele Menschen stellen dieses Art der Gasverbrennung mit Flammen und schwarzem Rauch gerade in Zeiten von Klimaschutzdiskussionen in Frage, denn hierbei werden sehr große Mengen an schädlichem CO2 in die Umluft abgegeben.