BELGA/LEFOUR

Aus Haus des Kinderschänders Dutroux wird bald ein Park des Gedenkens und Nachdenkens

Mit dem Abbruch des Hauses von Kinderschänder Marc Dutroux in Marcinelle soll im ersten Quartal 2021 begonnen werden. 2024 will man mit den Arbeiten fertig sein. Das veröffentlichten die Zeitungen der Gruppe "Sudpresse" am gestrigen Mittwoch. Sie basieren sich dabei auf Schätzungen der Stadt Charleroi.

Das Haus, in dem Julie und Melissa starben und aus dem Sabine Dardenne und Laetitia Delhez 1996 befreit wurden, war nach einem langen Gerichtsverfahren von der Stadt Charleroi für rund 23.000 Euro erworben worden. Seither stand der Abriss des Gebäudes auf dem Plan, ohne konkrete Umsetzung.

Das Dossier wurde nun im Plan "Perspektive der Stadtentwicklung" von der Stadtverwaltung neu lanciert. "Die Aktion besteht in der Zerstörung des alten Dutroux-Hauses und des angrenzenden Hauses sowie in der Entwicklung dieser beiden Parzellen zu einem Gedenkplatz", heißt es.

Auch wird ein kleiner Park angelegt. Ziel ist es, einen Ort der Begegnung und des Nachdenkens zu schaffen und gleichzeitig seine Geschichte zu bewahren.

Die Gesamtkosten der Arbeiten belaufen sich auf rund 950.000 Euro, die von der Region im Rahmen der Städtepolitik gefördert werden.

Das Haus von Marc Dutroux in Marcinelle steht seit Jahren auf der Liste der zu zerstörenden Gebäude. Seit 2009 bedeckt eine blaue Plane die Fassade.