"Deutschland und die Niederlande können das , Belgien nicht!"

Die noch zu bildende belgische Regierung hat praktisch keinen Handlungsspielraum für neue Investitionsinitiativen. Das sagte der ehemalige sozialistische Politiker (SP.A) und heutige Professor Frank Vandenbroecke in dem VRT-Tagesaktuellprogramm Terzake.

In Europa argumentieren viele, dass die Regierungen mehr investieren sollten, um die Wirtschaft zu stimulieren, und dass sie weniger an einem ausgeglichenen Haushalt festhalten sollten. Vandenbroecke ist überzeugt, dass die deutsche und die niederländische Regierung dies tun können, nicht aber die belgische Regierung. Sie könne die Niederlande und Deutschland nur dazu ermutigen, investieren zu wollen, betonte Vandenbroecke in Terzake.

„Die belgische Regierung kann das nur glaubwürdig sagen, wenn sie ihre eigenen Hausaufgaben gut erledigt. Und ihre eigenen Hausaufgaben gut machen heißt, dass man einen glaubwürdigen Weg hat, um den Anstieg der Schulden, der eintreten könnte, zu stoppen.“

Weiter sagte er: „Und das bedeutet, dass man wirklich nicht denken sollte, dass man die Steuern in großem Stil senken kann - vergiss das! Aber vergiss auch, dass man einfach alle möglichen tollen Versprechen halten kann.“ Das Problem sei, dass es keine schnellen Lösungen mehr gebe. Die habe man schon ausgereizt, so Vandenbroecke auch noch.