Mechelen erhält das erste Übergangshaus Belgiens: "Wir bereiten Gefangene auf Leben nach der Haft vor"

In Mechelen eröffnet an diesem Montag das erste Übergangshaus Belgiens. Fünfzehn Gefangene sitzen hier den letzten Teil ihrer Strafe ab, bevor sie zurück in die Gesellschaft entlassen werden. "Auf diese Weise haben sie eine bessere Chance, im echten Leben wieder zurecht zu kommen", sagt Rudy Van De Voorde, Generaldirektor des Gefängniswesens im VRT-Radio.

"Unser neues Übergangshaus in Mechelen ist ein kleines Projekt, bei dem wir Häftlinge auf ein Leben nach dem Gefängnis vorbereiten", sagte Rudy Van de Voorde, Generaldirektor des Gefängniswesens im VRT-Radio am Morgen. Das Übergangshaus besteht aus 2 angrenzenden Gebäuden in der Hanswijkstraat, wo die Stadt Mechelen viele Jahre lang das Winterquartier für Obdachlose organisiert hat. "Es gibt Platz für fünfzehn Gefangene, die zusammen den letzten Teil ihrer Haftstrafe außerhalb der Gefängnismauern verbüßen.“ Die entspanntere Umgebung bedeutet nicht, dass Gefangene hingehen können, wo sie wollen. "Sie sind immer noch Gefangene, die eine Strafe verbüßen. Daher gelten für sie die gleichen Regeln für den Gefängnisurlaub. Alles wird einzeln und pro Akte betrachtet."

Bessere Erfolgsaussichten

Unser Land holte sich die Idee für das Mechelen-Übergangshaus im Ausland. "In den Niederlanden gibt es ähnliche Häuser. Wie in Mechelen befinden sie sich in gewöhnlichen Vierteln, die einer Welt ähneln, in der Gefangene nach ihrer Entlassung landen könnten", so Rudy Van De Voorde. "Studien zeigen, dass diejenigen, die in einem solchen Übergangshaus gewohnt haben, weniger wahrscheinlich in kriminelle Kreise zurückfallen und eine größere Chance haben, ihr Leben erfolgreich zu meistern.“

In Absprache mit der Nachbarschaft

Die Einrichtung des Transitionshauses sei gemeinsam mit der Nachbarschaft besprochen worden.

"In Absprache mit der Stadt Mechelen hat es gute Beratungen gegeben", betonte Rudy Van De Voorde noch. "Dieses Übergangshaus ist ein neues innovatives Projekt, daher ist es normal, dass es einige Bedenken gibt. Im Ausland bereiten Übergangshäuser für Häftlinge jedoch keine großen Unannehmlichkeiten. Also erwarte ich auch in Mechelen keine Probleme", resümierte Rudy Van De Voorde.