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Waldbrände im Amazonas: Belgien schickt Hilfe nach Bolivien

Belgien unterstützt Bolivien im Kampf gegen die seit Wochen lodernden Brände im Amazonas. Am Montag wurde eine umfangreiche Ladung mit Zelten, Generatoren und Moskitonetzen auf den Weg gebracht, um in erster Linie die rund um die Uhr arbeitenden etwa 2.000 bolivianischen Feuerwehrleute zu unterstützen.

Die Verwüstungen, die die Feuer im bolivianischen Teil des Amazonas bisher anrichteten, haben ein enormes Ausmaß. Mittlerweile wurde Wald- und Naturgebiet auf einer Fläche von über 2 Millionen Hektar von den Flammen vernichtet. Das bedeutet, dass der Regenwald alleine in Bolivien auf einer Fläche brannte, die in etwa so groß wie Belgien ist.

Die Behörden in Bolivien sehen sich denn auch dazu gezwungen, bei der internationalen Gemeinschaft um Hilfe zu bitten. Diese Bitte fand Gehör in Belgien, wo die staatliche Katastrophenhelfer-Einheit von B-Fast aktiv wurde. B-Fast schickte am Dienstag 300 Zelte, 14 Stromgeneratoren und mehrere hundert Moskitonetze in die Katastrophenregion.

„In Absprache mit der Europäischen Union hat unser Land beschlossen, Hilfsgüter anzubieten. Damit wollen wir vor allem die Feuerwehr unterstützen, die dort unter schwierigsten Bedingungen arbeiten muss“, sagte Karl Lagatie vom belgischen Außenministerium dazu gegenüber den VRT-Radionachrichten.