80 kg schwere Tigerpython in zu kleinem Terrarium beschlagnamt: Das Schwergewicht hätte gefährlich werden können

 

Im Antwerpener Stadtteil Luchtbal hat die Polizei am Donnerstag eine mindestens 6,5 Meter lange Tigerpython beschlagnahmt. Das Tier wurde von seinem Besitzer in einem für seine Größe zu engen Terrarium gehalten. Der Mann besitzt die Schlange seit 20 Jahren, aber ohne Genehmigung. Laut Polizei hätte die Python gefährlich werden können.

Im Falle eines Ausbruchs hätte es möglicherweise Opfer durch die Python geben können, hieß es bei der Polizei. Hunger hatte die Python allerdings nicht, weil sie noch am Sonntag ein lebendes Huhn verspeist hatte. Abgesehen von etwas Zischen konnte sie leicht eingefangen werden. Es brauchte aber fünf erwachsene Männer, um das 80 Kilogramm rutschige Schwergewicht nach draußen zu tragen. Im Vorhof stand ein Container bereit, in dem die Schlange zum Naturschutzzentrum in Oudsbergen gebracht wurde.

Die gelb-weiße Python wurde von den Mitarbeitern des Tierheims Natuurhulpcentrum weiter betreut und könnte künftig in ein interessiertes Serpentarium integriert werden.

Tigerpythons sind in Belgien derzeit noch als Haustiere erlaubt, aber ab Oktober nächsten Jahres wird sich das ändern.

Die Polizei hat beschlossen, im Falle des Antwerpener Tieres bereits zu handeln, da das Terrarium, in dem es von seinem Besitzer gehalten wurde, nicht ausreichend groß war. Darüber hinaus habe die Unterkunft der Schlange nur einzelne Glasschiebefenster gehabt, so Kommissar Jos Rayen von der örtlichen Polizeidirektion für Umwelt in Antwerpen.

"Wäre das Tier wegen Hunger geflohen und auf dem Weg dorthin einem Kind begegnet, hätten die Folgen unvorhersehbar sein können", so Rayen auch noch.

Der Besitzer der Python riskiert eine Geldstrafe. Er soll aber vor allem sehr traurig über die plötzliche Trennung von seinem Haustier gewesen sein. Er hatte sich immerhin mehr als 20 Jahre um die Python  gekümmert.