Archäologen entdecken in Antwerpen ein hölzernes Gebäude aus dem 13. Jahrhundert

In der Nähe des Rathauses von Antwerpen haben Archäologen vergangene Woche die Reste eines Holzhauses aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Dieser Fund ist umso erstaunlicher, als dass sich hölzerne Strukturen in einem so großen Zeitraum eigentlich auflösen. In unmittelbarer Nähe des Fundorts wurden auch schon Kellergewölbe und Ziegelmauern aus dem Mittelalter entdeckt.

Im städtischen Gebiet zwischen dem Rathaus von Antwerpen und den Scheldekais befindet sich ein Grundstück, auf dem ein Garten entstehen soll, unter dem auch eine unterirdische Fahrradgarage angelegt wird. Zu diesem Zwecke wird der Boden dort in einer Tiefe von 5 Metern abgegraben. Wie üblich vor solchen Arbeiten an einem solch historisch wichtigen Ort werden zuvor Archäologen aktiv.

Diese legten jetzt die Reste eines aus Holz gebauten Hauses aus dem 13. Jahrhundert frei. Dabei handelt es sich um die Überreste eines Hauses, das aus Holzbrettern und hölzernen Pfählen entstand, zu dem aber auch eine Steinmauer gehörte, die wohl einmal zusammengebrochen ist.

Der Fund ist etwas Besonderes, denn die Archäologen der Stadt Antwerpen gingen bisher davon aus, dass sich solche hölzernen Strukturen im Laufe der Jahrhunderte eigentlich auflösen. Die Antwerpener Stadtarchäologen sind an dieser Baustelle noch bis Mitte Oktober aktiv und hoffen weitere Funde machen zu können, möglicherweise sogar aus römischer Zeit.