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Eurostat: Löhne in Belgien steigen langsamer - Lohnhandicap sinkt

Die Lohnkosten in Belgien sind im zweiten Quartal des laufenden Jahres um 2 % im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. Das ist etwas weniger als der europäische Durchschnitt, wie aus aktuellen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervorgeht. Das hat zur Folge, dass sich das sogenannte „Lohnhandicap“, sprich die Unterschiede zu den direkten belgischen Nachbarländern, verkleinert.

Das Lohnhandicap bezeichnet den Unterschied, nach dem Arbeitnehmer in Belgien mehr kosten als in den direkten Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Niederlande. Belgien wird durch sie langsamer steigenden Löhne und Gehälter im internationalen Vergleich etwas konkurrenzfähiger, wie die folgenden Zahlen belegen: In Deutschland stiegen die Lohnkosten im zweiten Quartal 2019 um mehr als 3 %, in Frankreich um 2 % und in den Niederlanden um 2,3 %.

Arbeitgeber zufrieden

Der belgische Unternehmerverband VBO begrüßt diese Entwicklung, denn noch vor rund 6 Jahren lag das Lohnhandicap bei 18 %, während es heute auf 11 % gesunken ist. Die belgischen Unternehmer führen diese für sie positive Entwicklung auf einen Indexsprung (also auf einen übersprungenen Index), auf die Taxshift (die Senkung der Steuern und Abgaben auf Arbeit) und auf das sogenannte „Lohngesetz“, dass überdurchschnittliche Einkommenserhöhungen auch nach Tarifverhandlungen verhindert, zurück.