Razzia: 683 illegale Waffen beschlagnahmt und 51 Personen festgenommen

Bei einer umfassenden Aktion gegen die Einfuhr und den Besitz von illegalen Waffen hat die belgische Polizei hunderte Objekte beschlagnahmt. 205 Personen wurden zu Verhören abgeführt und 51 Verdächtige wurden festgenommen. Die Razzien fanden in den vergangenen Tagen im ganzen Land statt.

Die Kriminalpolizei stürmte in den vergangenen Tagen Häuser und Wohnungen unter anderem in Brüssel, in Vilvoorde (Flämisch-Brabant) und in der Provinz Westflandern. Bei den Aktionen handelte es sich um Ermittlungen gegen den illegalen Import von Waffen und deren Besitz davon.

Insgesamt beschlagnahmte die Bundespolizei dabei 683 Waffen, die illegal in Belgien eingeführt wurden und für die keine Genehmigung durch die hiesigen Behörden vorlag. Nebenbei entdeckte die Polizei auch rund 2 kg Drogen und eine Cannabis-Plantage.

Bei den Aktionen wurden 205 Personen zu Verhören mit auf die Polizeiwachen genommen und 51 weitere Verdächtige wurden quasi sofort festgenommen.

Bei den illegalen Waffen, auf deren Spur die belgische Kripo dabei war, handelt es sich teilweise im Kriegswaffen und um Waffen, deren Schüsse tödliche enden (können). In erster Linie wurden halbautomatische Gewehre, Riot-Guns, Handfeuerwaffen und auch einige Jagdgewehre beschlagnahmt. Fast alle diese Waffen wurden über ein Waffengeschäft in Maubeuge in Nordfrankreich unweit der belgischen Grenze erworben.

In Belgien muss der Erwerb von Waffen und auch die Einfuhr davon angemeldet werden und die Besitzer solcher Objekte müssen über einen Waffenschein verfügen. Der Besitz einiger dieser beschlagnahmten Waffen ist in unserem Land sogar verboten. Bei Verstößen gegen das Waffengesetz können Haftstrafen von einem Monat bis zu 5 Jahren verhängt werden und es entfallen mitunter Bußgelder zwischen 800 und bis zu 200.000 €.