Polizei verhaftet 51 Personen in Zusammenhang mit verbotenem Marsch nach Brüssel

Der Vorsitzende der rechtsextremen Partei Vlaams Belang, Tom Van Grieken, sagte im flämischen Privatfernsehen VTM, dass ein Verbot der Kundgebung keine Lösung sei. Er betonte aber auch, dass sich die Partei von der Marsch nach Brüssel distanziert und nichts mit ihrem Organisator zu tun habe. 

Die Polizei nahm gegen 12.30 Uhr sechs Personen in der Nähe des Nordbahnhofs vorübergehend fest. Nach Angaben der Polizei hätten sie Verbindungen zur rechtsextremen Szene, und es habe so ausgesehen als würden sie an Aktionen in Zusammenhang mit dem "Marsch nach Brüssel" teilnehmen, den Bürgermeister Philippe Close (PS) am Freitag verboten hatte.

 In der Nähe des Brüsseler Hauptbahnhofs nahm die Polizei später weitere  Personen fest. Die Polizisten hatten ihnen zunächst klar gemacht, dass der Marsch verboten worden sei. "Doch sie wollten nicht gehen", so die Polizeisprecherin Ilse Van de keere. "Sie waren auf dem Weg zum Spanjeplatz (wo die Demonstration stattfinden sollte, Red.!). Nach einer Kontrolle stellte sich heraus, dass viele der Festgenommenen wegen Rebellion, Gewalt, Diskriminierung usw. polizeibekannt waren.“

Der Vorsitzende der rechtsextremen Partei Vlaams Belang, Tom Van Grieken, sagte im flämischen Privatfernsehen VTM, dass ein Verbot der Demonstration keine Lösung sei. Er betonte aber auch, dass sich die Partei von der Demonstration distanziert und nichts mit ihrer Organisation zu tun habe. Er wies darauf hin, dass die Organisatoren Verbindungen zur rechtsextremen Organisation Blut, Boden, Ehre und Treue hätten. "Mit solchen Verbündeten braucht man keine Feinde", so Van Grieken auch noch.