Wasserbus Antwerpen: Unsichere Zukunft trotz riesigem Erfolg?

Der Wasserbus, der verschiedene Ortsteile an der Schelde und am Albertkanal mit dem Antwerpener Stadtzentrum verbindet, ist ein sehr erfolgreiches Verkehrsmittel. Er wird sowohl von Berufspendlern, als auch von Touristen genutzt. Doch jetzt kündigte die Antwerpener Hafenverwaltung an, auf deren Initiative dieses System ausgebaut wurde, den Wasserbus nicht mehr länger finanzieren zu wollen. 

Im vergangenen Monat August, also im zweiten Monat der Sommerferien in unserem Land, haben die Wasserbusse auf der Schelde und am Albertkanal rund 100.000 Passagiere befördert. 

Alles in allem steht der Zähler der alleine in diesem Jahr so transportierten Personen bei 800.000. Manchmal müssen die Besatzungen der Wasserbusse sogar Fahrgäste abweisen, weil die Boote zu voll sind.

Eigentlich werden die Wasserbusse von den Antwerpener Hafenbehörden finanziert, die dieses System auch gemeinsam mit den kommunalen Behörden initiiert hatten. Doch die neue Hafenschöffin Annick De Ridder (N-VA) kündigte jetzt an, dass sie dieses Engagement beendet:

„Wir können das als Hafen nicht länger anbieten, aber wir werden versuchen, alles daran zu setzen, dass hoffentlich eine andere Behörde, z.B. die flämische Landesregierung, den Wasserbus übernimmt. Das ist eine Erfolgsgeschichte, auch und gerade für Berufspendler. Wir müssen schauen, auf welcher Ebene dies weiterfinanziert werden kann.“