Auftakt im Prozess gegen zwei Terrorverdächtige in Brüssel

In Brüssel hat der Prozess gegen zwei Männer begonnen, die im Verdacht stehen, einen Terroranschlag geplant zu haben. Sie wurden vor 2 Jahren verhaftet, nachdem in Anderlecht eine Garage mit Waffen, kugelsicheren Westen und Polizeiuniformen gefunden worden war.

Die beiden Angeklagten wurden 2017 nach der beunruhigenden Entdeckung von Waffen, kugelsicheren Westen und Polizeiuniformen in einer Garage verhaftet. Der Mieter der Garage sagt bei dem Prozess, dass er die Waffen, kugelsicheren Westen und Polizeiuniformen gekauft habe, um sie später in der kriminellen Szene wieder zu verkaufen. Er sei in diesem Zusammenhang von einem Mann angesprochen worden, der Pläne hatte, einen Terroranschlag durchzuführen. Doch er will nicht verraten, wer der Mann ist.

Xavier Carette, der Anwalt des Angeklagten, betonte gegenüber der VRT: “Das ist für ihn zu schwierig, denn in seiner Mentalität, in seinen Kreisen, nennst Du keine Namen. Das ist immer schon so gewesen. Es ist ein Milieu des Schweigens. Die Menschen übernehmen ihre Verantwortung. Sie geben zu, was sie selbst getan haben, aber sie sagen nicht, was ein anderer verbrochen hat.“

Der Angeklagte bestreitet, dass er selbst einen Terroranschlag geplant habe. Und das, obwohl auf seinem Computer Propaganda-Material der Terrorgruppe IS und Filme über den Bau einer Bombe gefunden wurden. Carette erklärt das folgerndemaßen: “Er spricht von Neugierde, eindeutig eine unangebrachte Neugierde, aber man muss das in seinem Kontext sehen. Die Ermittler durchsuchten seinen Computer nur nach dem, was sie interessierte.“

Die Ermittler fanden es sehr verdächtig, weil ein weiterer Bruder in der Familie, Saïd Saouti, als Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu 6 Jahren Haft verurteilt wurde. Das war im Fall der Kamikazefahrer, ein Motorradverein aus Brüssel. Einige Anführer  wurden verdächtigt, vorgehabt zu haben, am Silvesterabend 2015 Anschläge auf Brüssel zu verüben.