Eine der bisher größten Klimaaktionen in Antwerpen und hunderte Aktivisten von Antwerpen auf dem Weg nach Brüssel

In Antwerpen haben Mitglieder von dreizehn Organisationen, vor allem junge Menschen, an diesem  Freitagmorgen Protestaktionen für das Klima durchgeführt. Auf dem Hendrik Conscience-Platz trafen sich 600 bis 800 Demonstranten, um dann durch die Stadt in Richtung Hauptbahnhof zu ziehen und später am Tag mit dem Zug zum Klimamarsch nach Brüssel zu fahren. Damit ist es eine der bisher größten Klimaaktionen Antwerpens.

Ursprünglich war beabsichtigt, den offenen Brief zur "Klimakrise", den die Organisationen Anfang dieser Woche veröffentlicht haben, gemeinsam an Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) zu übergeben. Allerdings ist es verboten, auf dem Marktplatz zu demonstrieren. Eine Delegation von zehn Demonstranten konnte dann doch noch die Botschaft an einen Vertreter des Stadtrates, den Umweltrat Tom Meeuws (SP.A), weiterleiten. Letzterer erklärte unter anderem, dass Antwerpen mit dem Klimaproblem voll beschäftigt sei. So arbeite die Stadt an Wärmenetzen auf der Grundlage der industriellen Restwärme aus dem Hafen.

"Wir hatten gehofft, dass wir alle zusammen hier stehen können, denn das ist ein Problem, das alle Antwerpener betrifft, und dass der Bürgermeister uns hier willkommen heißen würde, aber leider hat er abgelehnt", so Tom Seerden, einer der Organisatoren. "Die vielen Klimaaktionen vor dem Sommer haben den Ernst der Lage deutlich gemacht, aber danach haben wir das Gefühl, dass wir völlig ignoriert wurden.“

In der Zwischenzeit versammelten sich Hunderte anderer Aktivisten auf dem Conscience-Platz, darunter Mitglieder von Youth for Climate, Students for Climate, Greenpeace und Ademloos. Genau wie bei den Schulschwänzer-Aktionen für das Klima vom vergangenen Frühjahr wurden Slogans wie "Was wollen wir? Klimagerechtigkeit! "und "Der Planet ist zu heiß - der Regierung ist das scheißegal! " hochgehalten. Gemeinsam hielten sie auch den offenen Brief demonstrativ in die Luft.

Belga