Der Druck auf Gleissünder in Belgien wird erhöht

Nach Angaben der Zeitung Het Nieuwsblad wird die Polizei auf Wunsch des Schienennetzbetreibers Infrabel bis Anfang Oktober strenge Kontrollen entlang der Bahngleise ausführen. Damit will die Bahn verstärkt gegen so genannte Gleissünder vorgehen, die unerlaubt über die Schienen laufen, um ihre Wege abzukürzen. 

Obwohl die Gefahr, die bei solchen illegalen Gleisquerungen entsteht, groß ist, ist die illegale Gleisüberquerung ein anhaltendes Phänomen hierzulande. Besonders akut ist das Problem an Bahnübergängen in der Nähe von Bahnhöfen, weshalb der Schienennetzbetreiber Infrabel nun einen Schritt weiter gehen will.

Thomas Baeken, der Sprecher von Infrabel, sagte im VRT-Radio hierzu: „Trotz aller Sensibilisierungskampagnen denken wir, dass jetzt die Zeit gekommen ist, Druck auszuüben. Deshalb haben wir unsere Kollegen von der örtlichen Polizei und der Bahnpolizei sowie die Sicherheitsleute der belgischen Bahn NMBS gefragt, zusätzliche Kontrollen im Hinblick auf das illegale Überqueren von Gleisen durchzuführen.“

„Die Kontrollen finden in der Nähe von  Bahnhöfen, aber auch an Bahnübergängen statt, um zu überprüfen, ob die Menschen die Verkehrsregeln einhalten.“

Allein in diesem Jahr sind bereits 33 Unfälle mit Gleissündern passiert. Dabei wurden sechs Personen getötet und vier Menschen schwer verletzt. Wenn man auf den Schienen erwischt wird, riskiert man Geldstrafen von mehreren hundert Euro.  Wiederholungstäteroder müssen sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen.