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Entwurf eines neuen innovativen interuniversitären Zentrums ist Frucht erster Zusammenarbeit zwischen VUB und ULB

Während im Brüsseler Jubelpark mit König Philippe und den Rektoren der VUB (Caroline Pauwels) und ULB (Yvon Englert) der Auftakt zum akademischen Jahr erstmals seit der Trennung der beiden Universitäten vor 50 Jahren gemeinsam gefeiert wurde, stellten die beiden Universitäten beim europäische Kreativfestival in den ehemaligen Kasernen der Gendarmerie von Elsene (ebenfalls in Brüssel) schon mal ihr erstes gemeinsames Projekt vor.

Eigentlich gehören zu dem innovativen Stadtumbauprojekt mehrere gemeinsame Projekte, darunter der Plan eines gemeinsamen internationalen Hauses, in dem der internationale Austausch von Studierenden und Forschern erleichtert werden soll. Außerdem werden die alten Kasernen der im 19. Jahrhundert erbauten Königlichen Gendarmerie-Schule im Brüsseler Stadtteil Elsene in mehr als 600 Universitätswohnungen umgewandelt. Die heute 50.000 m² sollen in 80.000 m² an Büro-, Infrastruktur- und Wohnraum für die Zukunft verwandelt werden.

„Es ist geplant, diesen Standort zu nutzen, um einen echten internationalen Pol zu entwickeln. Wir haben festgestellt, dass unsere Studenten immer mehr Studierende sind, die aus dem Ausland kommen oder ins Ausland gehen. Wir wollen auf ihre Bedürfnisse in Bezug auf ihre internationale Dimension eingehen. Wir reden hier von Studierenden und Forschern. Angesichts der Spezialgebiete, die sich heute entwickeln, wird der Austausch mit anderen Ländern immer wichtiger, um in Bezug auf Wissen und Lehre an der Spitze zu bleiben“, erklärt Laurence Hendrickx (Foto), Projektkoordinatorin von Usquare, dem neuen gemeinsamen Studentenwohnheimprojekt, gegenüber unserer Redaktion.

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„Wir haben auch eine Übergangswerkstatt. Das ist ganz neu. An keiner der beiden Universitäten existiert so etwas bislang. Sie wird ein Instrument des Treffens zwischen den Universitäten und der Stadt sein. Denn Wissen wird heute nicht nur von Universitäten oder Fachhochschulen oder durch das Bildungswesen im Allgemeinen vermittelt, sondern auch zunehmend vom Bürger. Es ist deshalb wichtig, dass wir diese Verbindung schaffen.“ „Zu einem bestimmten Zeitpunkt müssen unsere Studenten aus ihrer Blase heraustreten und ins professionelle Leben eintauchen. Die Transitionswerkstatt wird also ein echter Treffpunkt, der durch unsere Forscher gespeist wird.“

Das gesamte Projekt ist das Ergebnis der allerersten Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität Brüssel (VUB) und der Université Libre de Bruxelles (ULB) und die erste Phase wurde von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE für den Zeitraum 2014-2020) zum Großteil finanziert. Das Ziel von EFRE besteht u.a. darin, die Entwicklung junger Menschen zu unterstützen und die soziale Integration zu fördern. Die Europäische Union investierte 11,8 Millionen Euro in dieses Projekt.

„Dank der Finanzierung durch die Europäische Union sind die ULB und die VUB in der Lage, verschiedene Arbeitsplätze und Instrumente zu schaffen, die neue Arbeitsweisen fördern und die Grenzen zwischen Studium und Beruf sowie zwischen Städten und Universitäten verwischen“, so Hendrickx. „Die Leute können auch mit ihren Fragen hierher kommen und neue Forschungsthemen anregen.“

Im Januar 2021 soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden, 2023 will man mit der ersten Phase fertig sein.

Während des gesamten Wochenendes wird beim Europäischen Kreativfestival ‘U SEE‘ auf dem Gelände der ehemaligen Gendarmerie-Kasernen in Elsene nicht nur über das neue Umbauprojekt der VUB und ULB informiert, sondern das Festival wird auch die europäischen Werte hervorheben und die Vorteile aufzeigen, die europäische Investitionen den lokalen Gemeinschaften bieten können.

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Entwürfe zum Projekt

©ULB-VUB//EVR-BC-Callebaut
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