Universität Hasselt entlässt Professor Lode Vereeck wegen unangemessenen Verhaltens

Die Informationen stammen von den Zeitungen der Mediahaus-Gruppe und wurden der VRT gegenüber bestätigt. Es sind die nicht-professionellen Beziehungen, die der Professor mit seinen Studenten unterhielt, die ihm hauptsächlich angelastet werden. Bis zu den diesjährigen Wahlen war Lode Vereeck liberaler Senator.

Der 53-jährige Senator war Gegenstand einer Beschwerde, die im Oktober 2018 von der Universität Hasselt kurz vor den Kommunalwahlen eingereicht wurde. An der Hasselter Universität unterrichtet er Wirtschaftswissenschaften. Gegenstand der Beschwerde: Schikane gegen Studenten und Doktoranden.

Die Universität hatte vier Beschwerden von Studenten über das Verhalten des Professors vorliegen. Die ehemaligen Studenten und eine Doktorandin werfen ihm unangemessenes verbales Verhalten vor. Ihm wird auch der Inhalt einiger Nachrichten in sozialen Netzwerken und auf Whatsapp zur Last gelegt.

Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse der Bundesjustizpolizei kam die Staatsanwaltschaft Limburg zu dem Schluss, dass es keine ausreichenden konkreten Hinweise auf Fehlverhalten gibt. Die Akte war daher ohne weitere Maßnahmen geschlossen worden. Die Universität Hasselt hatte jedoch angekündigt, dass sie eine interne Disziplinaruntersuchung einleiten würde.

Die Ergebnisse der gerichtlichen Untersuchung wurden ebenfalls in eine Datei aufgenommen. Es wurden noch mehr Studenten befragt. Nach Angaben des Disziplinarausschusses bestätigen die Ergebnisse der disziplinarischen Untersuchung, dass hier "ein klarer Fall von unangemessenem Verhalten vorliegt, das gegen die Ethik und Würde der Position eines Professors ernsthaft verstößt", so die Universität. "Insbesondere betreffend der beruflichen Beziehung, die ein Lehrer zu weiblichen Schülern haben muss.“

In Berufung

Der Anwalt von Lode Vereeck, Luk Delbrouck, kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einlegen zu wollen, "weil wir glauben, dass die disziplinarischen Fakten nicht bewiesen sind und dass die Sanktion absolut unverhältnismäßig zu diesen Fakten ist, wenn sie überhaupt bewiesen sind."