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Brussels Airlines streicht Flüge für Thomas Cook, Garantiefonds kommt für geprellte Reisende auf

Der Reise-Garantiefonds hat die Zahlungsunfähigkeit von Thomas Cook Belgien zur Kenntnis genommen. Passagiere, die ihre Reise infolge des Konkurs von Thomas Cook in Großbritannien nicht mehr antreten können, erhalten den Betrag der Reise vollständig zurück. Auch Reisende, die sich im Ausland befinden, werden nach Belgien zurückgeführt. 

Brussels Airlines, die belgische Fluggesellschaft, die für die Reisen von Thomas Cook angemietet wird, hat die Flüge aus und nach Tunesien am Dienstag gestrichen. Thomas Cook Belgien hat seinen Pauschalreisekunde seinerseits mitgeteilt, dass die Flüge nicht mehr stattfinden.

Geschädigte Reisekunden können eine Reklamation auf der Website des Garantiefonds einreichen. Ihnen wird 100 % des Reisebetrags erstattet, sagt Mark De Vriendt vom Garantiefonds.

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Krisenzelle im Außenministerium

Der Fonds wird sich auch für die Reisenden einsetzen, die im Ausland festsitzenden Kunden zurückzuführen. Gegebenenfalls mieten wir ein leeres Flugzeug an und holen die Kunden ab, so De Vriendt weiter.

Im Ausland haben verschiedene Hotels die Thomas-Cook-Kunden aufgefordert, erneut für ihren Aufenthalt zu zahlen. „Das ist rechtswidrig. Wir raten allen Hotelgästen, dies zu verweigern und eventuell die Behörden zu informieren.

Das belgische Außenministerium hat eine Krisenzelle für solche Fälle eingerichtet. Verbraucherschutzminister Wouter Beke (CD&V) warnt, dass extra Kosten nicht vom Reise-Garantiefonds erstattet werden.

Der Reise-Garantiefonds empfiehlt belgischen Kunden von Thomas Cook oder von der anderen Thomas-Cook-Marke Neckermann auch, ausstehende Zahlungen – beispielsweise den Restbetrag einer gebuchten Reise – nicht mehr zu überweisen.