Brüssel-Nord/Foto: Andreas Kockartz

Bahnarbeiten im Brüsseler Nord-Süd-Tunnel: Einschränkungen für täglich 27.000 Pendler 

Die Bahngesellschaft NMBS/SNCB und der Infrastruktur-Dienstleister Infrabel haben am Montagmorgen mit ihren umfangreichen Arbeiten in der sogenannten Brüsseler „Nord-Süd-Verbindung“  begonnen. Diese Verbindung ist der sechsgleisige Bahntunnel zwischen Brüssel Nord über Brüssel Zentral nach Brüssel Süd/Midi. Dort werden die gesamte elektrische Anlage sowie die Signal- und Sicherheitstechnik erneuert. Hinzu kommt auch der Einbau des europäischen Zugsicherungssystems ETCS. 

Das bedeutet allerdings, dass zahlreiche Pendlerzüge in den Stoßzeiten ausfallen oder umgeleitet werden. Davon werden täglich rund 27.000 Bahnpendler betroffen sein. Auf der „Nord-Süd-Verbindung“ sind laut Fahrplan täglich 1.200 Züge, die rund 218.000 Reisende an Bord haben unterwegs - 300 davon sind Züge, die nur zu den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten fahren, die sogenannten „P-Züge“.

Und diese fallen entweder aus (12 davon, die in erster Linie auf den  Verbindungen Brüssel-Löwen-Lüttich oder Brüssel-Löwen-Hasselt gestrichen werden) oder sie werden umgeleitet (35 davon), sprich umfahren das bahntechnische Brüsseler Nadelöhr „Nord-Süd-Verbindung“.

Die größten Störungen kündigen die beteiligten Bahnbereiche an den verlängerten Wochenenden vom 1. bis zum 3. November und vom 9. bis zum 11. November an.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

50 Jahre alte Sicherheitstechnik in Brüssel-Zentral/Foto: Andreas Kockartz

Bauarbeiten, Testfahrten und Information

Alle „normalen“ Züge, z.B. die Schnellzüge Thalys und ICE sowie die IC-Züge mit Langläufen quer durch das Land sollen aber nach Fahrplan fahren, können aber Verspätungen haben. Die Arbeiten sind laut Bahn und Infrabel sehr umfangreich. So müssen u.a. die Antriebe von 170 Weichen und 65 Signale erneuert werden.

Nach den Arbeiten wird die „Nord-Süd-Verbindung“ zudem nicht sofort befahrbar sein. Zuerst sollen insgesamt 240 Testfahrten durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass die gesamten neuen Sicherheitsanlagen auch wirklich funktionieren. Die bisherigen Anlagen weisen noch Technologien auf, die rund 50 Jahre auf dem Buckel haben…

Alle Informationen zu den geplanten Arbeiten und den zu den entsprechenden Auswirkungen auf den Fahrplan sind auf der Webseite und auf der App der NMBS/SNCB zu finden.

Brüssel Süd-Midi/Foto: Andreas Kockartz