Flanderns Landwirte können sich bald gegen Klimaschäden versichern

Fünf Versicherungsgesellschaften bieten ab 2020 flämischen Landwirten eine Versicherung für Schäden, die sie wetterbedingt erleiden. Das betrifft zum einen „normale“ Unwetterschäden, zum anderen aber auch Schäden, die eine direkte Folge des Klimawandels sind, z.B. Probleme durch anhaltende Trockenheit. 

Die ab 2020 angebotenen Wetterversicherungen betreffen Schadensfälle nach Trockenheit, nach schweren Stürmen und nach Überschwemmungen durch Starkregen. Diese allerdings privatwirtschaftlichen, sprich kommerziellen Versicherungen sollen bis 2025 den flämischen Katastrophenfonds ersetzen. Damit haben allerdings die hiesigen Agrarverbände, wie z.B. der Bauernbund ein Problem. Sie verlangen, dass der Katastrophenfonds des belgischen Bundeslandes Flandern trotzdem beibehalten bleiben soll.

Die flämischen Landesbehörden sind allerdings der Ansicht, dass extreme und extremere Wetterverhältnisse in Zukunft mehr die Regel als die Ausnahme sind und deshalb nicht mehr unbedingt als Katastrophe im Sinne des Wortes angesehen werden können. Der Bauernbund zeigte für diese Ansicht zwar durchaus Verständnis, fordert aber trotzdem, dass der Katastrophenfonds nicht komplett aufgelöst wird.

Fünf anerkannte Versicherer

Das Departement Landwirtschaft und Fischereiwesen der flämischen Landesbehörden erkennt in diesem Zusammenhang fünf Versicherer an, von denen einige nur landesweit aktiv sind, andere aber zu großen Allfinanzgruppen gehören: KBC Verzekeringen, MS Amlin, NV Hagelunie, Agriver/BFAO und Vereinigte Hagel.

Landwirte, die eine entsprechende Versicherung abschließen, können in einer ersten bis 2026 dauernden Phase bis zu 65 % ihrer Prämien beim Land Flandern über einen entsprechenden Zuschuss zurückerhalten. Um allerdings zumindest vorläufig weiter Anspruch auf Hilfe aus dem Katastrophenfonds zu stellen, müssen die Bauern mindestens 25 % ihrer Agrarflächen versichern lassen.