Vereinte Nationen - Königin Mathilde und Premier Michel in New York

In diesen Tagen halten sich sowohl die belgische Königin Mathilde, als Noch-Premierminister Charles Michel (MR) und der scheidende belgische Entwicklungshilfeminister Alexander De Croo (Open VLD) im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York auf. Während Michel im Vorfeld eine Verdopplung der Ausgaben für das Erreichen der Klimaziele in unserem Land ankündigte, beklagte sich die belgische Monarchin über die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung weltweit zu wenig Zugang zu Pflege und Hilfe ermöglicht werde.

Königin Mathilde (auf dem Foto oben neben Entwicklungshilfeminister Alexander De Croo) war am Dienstag Ehrengast in einer öffentlichen Bibliothek in New York, die oft von Kindern oder Erwachsenen mit Entwicklungs- oder Bildungsrückstand zu tun haben, aufgesucht wird. Dies war das Thema des Treffens dort, das von Unicef, der WHO, den Special Olympics und von Autism Speaks, eine Organisation, die sich in den USA mit Familien beschäftigt, die mit Autismus konfrontiert werden.

Die Königin plädierte in ihrer Ansprache für eine „universelle Gesundheitsabdeckung“, also für einen vernünftigen Zugang zu Hilfe und Pflege für alle Bürger eines Landes, also auch für die, die mit körperlichen oder mentalen Problemen zu kämpfen haben und vor allem für jene in dieser Hinsicht Betroffenen, die zu eher sozial schwachen Teilen der Gesellschaft(en) gehören.

Doch neben dem dazu gehörenden finanziellen Aspekt gehöre auch der menschliche Aspekt, so die belgische Königin: „Es herrscht Mangel an guter Information und an einer entsprechenden Ausbildung für Lehrpersonale und Mitarbeitern im Gesundheitswesen angesichts der Reaktionen gegenüber Menschen mit einer Behinderung, z.B. Nachlässigkeit bis hin zu Stigmatisierung.“ Ohne adäquate finanzielle Mechanismen werde man kaum Fortschritte in Richtung eines adäquaten Zugangs zum Gesundheitswesen verbuchen können, so Königin Mathilde abschließend.

Premier Michel will die Mittel zum Klimaschutz in Belgien verdoppeln

Indessen erhielt Belgiens Noch-Regierungschef Charles Michel (MR ), der designierte EU-Ratspräsident, für Donnerstag Redezeit vor der UN-Vollversammlung, wo es um den Klimaschutz ging. Im Vorfeld kündigte er an, dass er das belgische Bundesparlament darum bitten werde, die Mittel, die unser Land in den „Green Climate Fund“ der Vereinten Nationen einzahle, verdoppelt werde. Derzeit zahlt Belgien in diesen Fonds 10 Mio. € jährlich ein. Zu den insgesamt 50 Mio. €, die Belgien in den vergangenen 5 Jahren hier eingezahlt hat, kommen noch einmal 35 Mio. € aus den belgischen Ländern und Regionen.

Michel will erreichen, dass Belgien in den kommenden 4 Jahren jeweils 20 Mio. € in den „Green Climate Fund“ der Vereinten Nationen einzahlen soll. Seiner Initiative sollen auch die Regionen folgen, so der scheidende Premierminister in New York. Belgien werde auch seine Unterstützung für Entwicklungsländer und für Organisationen erhöhen, die sich mit der globalen Klimaerwärmung konfrontiert sehen, bzw. die eben gegen dieses Phänomen kämpfen.